24°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
24°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
24°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Zeitungsmuseum Wadgassen zeigt i-Kosmos

Wadgassen. Jedes Universum hat eine Schöpfungsgeschichte: Die des Apple-Imperiums könnte mit „am Anfang war das i“ beginnen. Natürlich, es gab eine Welt vor dem i-Kosmos. Doch aus Nerd-Sicht war das vor dem Urknall. In der christlichen Zeitrechnung datiert dieser auf das Jahr 1989. Jenes Jahr, in dem das einst von Steve Jobs und Steve Wozniak gegründete Garagen-Unternehmen Apple den i-Mac herausbrachte. Einer dieser Kult-Macs ist unter anderem derzeit im Zeitungsmuseum in Wadgassen zu bestaunen, wo seit dem 31. März und noch bis zum 27. Mai die Ausstellung „i-Kosmos“ läuft. Die von Volker Fischer kuratierte Schau thematisiert Macht, Mythos und Magie der Marke Apple und wurde erstmals 2011 im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt am Main gezeigt.
Für die Schau im Deutschen Zeitungsmuseum wurden die Produkte und Texterläuterungen aktualisiert und um ein weiteres Kapitel ergänzt. Das befasst sich mit Gegenwart und Zukunft der Printmedien, deren Produkte mittlerweile auch auf dem i-Phone oder dem i-Pad abrufbar sind. Die Frage, ob diese Entwicklung das gedruckte Zeitungsblatt in absehbarer Zeit überflüssig macht, bleibt jedoch offen – wenngleich von den Ausstellungsmachern ein Trend in diese Richtung vermutet wird: Zeitung ja – bedrucktes Papier nein. Doch das ist Spekulation. Hingegen ist die einmalige
Erfolgsgeschichte des Unternehmens mit dem angebissenen Apfel als Logo Realität.

Ein echter grüner Apfel wurde im Zentrum des ersten Ausstellungsraumes auf einer schwarzen Stele platziert. Der Apple-Apfel steht für die Entdeckung der Gravitationsgesetze durch Isaac Newton, er symbolisiert aber auch die Frucht, die Eva dereinst vom Baum der Erkenntnis pflückte. Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut und Raum für Raum durchschreitet der Besucher die Geschichte des i-Kosmos. Im Gegensatz zum realen Urknall weiß man allerdings, was vorher war: nämlich Apple I und II, Lisa, Ceo oder Mac. Auch diese Titanen aus grauer Vorzeit sind in Wadgassen zu sehen. Insgesamt reflektiert die Ausstellung recht unkritisch die Entwicklung von Apple, das den Markt für Unterhaltungsmedien dominiert wie kaum ein Unternehmen zuvor. Aber auch hier gilt: nichts ist unendlich oder alternativlos.


© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein