L109 Güdinger Brücke zwischen Unner und Güdingen in beiden Richtungen Vollsperrung, eine örtliche Umleitung ist eingerichtet, bis 25.06.2018 05:00 Uhr (06:22)

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Zoff wegen Staus in Saarbrücker Metzer Straße

Scherer fordert ein stimmigeres Verkehrskonzept für diesen Teil der Stadt, insbesondere für die Metzer Straße. Schließlich arbeiteten in dem Industriegebiet Süd allein bei der ZF 7500 Menschen, dazu kämen die übrigen Arbeitnehmer der dort ansässigen Firmen. Die Ampelregelungen müssten „bereinigt“ werden, zudem regt er an, an neuralgischen Punkten Kreisel zu schaffen. Sie seien sinnvoller als Ampeln. Auch die Arbeiten an einem Bypass müssten vorangebracht werden.

Nachfrage bei der Stadt: Hier wird die Überlastung „der Infrastruktur“ im Umfeld der Firma ZF „zu den Stoßzeiten des Schichtwechsels“ bestätigt: „Die extreme Verkehrsnachfrage hält etwa eine halbe Stunde am Tag an“, so Stadtpressesprecher Thomas Blug. Man stehe mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat von ZF in regelmäßigem Kontakt, arbeite konstruktiv gemeinsam an Verbesserungen. Die Stadt habe bereits Maßnahmen in die Wege geleitet, „die zwar nicht zu einer völligen Entschärfung der Lage führen können, aber ihre Wirkung nicht verfehlen werden.“ So werde derzeit eine Erschließungsstraße gebaut, die als Lkw-Zufahrt für ZF und als Bypass zum bestehenden Kreisverkehr dienen werde. Die Inbetriebnahme sei für das Frühjahr 2013 vorgesehen. Weitere Maßnahmen seien in der Vorüberlegung.

Dennoch, dies sagt Blug auch, „wird es nicht möglich sein, die großen Verkehrsmengen bei Schichtwechsel ohne Probleme zu bewältigen. Der Ausbau der Infrastruktur allein bringt nicht die Lösung, dazu sind auch andere Maßnahmen nötig, unter anderem auch eine geänderte Verkehrsmittelwahl der Beschäftigten. Hierzu führen wir Gespräche und haben das Thema auch schon mit dem Betriebsrat erörtert.“

Dem von Scherer angesprochenen Thema Kreisel als Lösung der Probleme erteilt Blug eine Absage. Auch diese könnten nicht in jedem Fall die auftretenden Verkehrsmengen bewältigen. Blug: „So ist an der Kreuzung Bellevue aufgrund der spezifischen Situation kein Beitrag zu einer besseren Verkehrsabwicklung zu erwarten. Die eigentlich limitierende Infrastruktur liegt in der Innenstadt (Stengelstraße, Eisenbahnstraße, Vorstadtstraße).“ Bei einer schnelleren Verkehrsabwicklung an der Ampel auf der Bellevue würde der Stau lediglich in andere und sensiblere Bereiche verlagert. Daher sei die Ampel an der Bellevue seit über 20 Jahren so geschaltet, dass sie in einer gewissen Zeitspanne nur so viel Fahrzeuge in Richtung Innenstadt durchlässt, wie im nachfolgenden Verkehrsnetz bewältigt werden können. Die letzte Anpassung sei 2009 erfolgt. „Im Regelfall“, so Stadtsprecher Thomas Blug weiter, bestehe mit dem Streckenzug durch das Deutschmühlental „eine leistungsfähige Umfahrung, die bevorzugt benutzt werden kann und soll.“ Die derzeitigen Bauarbeiten dort wirkten sich natürlich aus, seien aber nicht repräsentativ – und nach deren Abschluss werde sich die Situation wieder normalisieren.

Auf einen Blick

Zum Verkehrsaufkommen hat Stadtpressesprecher Thomas Blug auch Zahlen. Demnach wird die Metzer Straße an Werktagen von rund 12?000 Autos im Bereich zwischen der Grenze zu Frankreich und dem Kreisverkehr und von etwa 14?000 Autos im Bereich zwischen Kreisverkehr und Bellevue befahren. up

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