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Zu laut? Anwohner klagen über Kirkeler Wurstmarkt

Gute Stimmung herrscht immer auf dem Kirkeler Wurstmarkt - doch den Anwohnern ist die gute Laune zu laut...

Gute Stimmung herrscht immer auf dem Kirkeler Wurstmarkt - doch den Anwohnern ist die gute Laune zu laut...

 Kirkel. Schon seit einigen Jahren ärgern sich Anwohner um den Kirkeler Marktplatz über den Lärm, den sie im August als Nachbarn des Wurstmarktes zu ertragen haben (Fotoshow: Kirkeler Wurstmarkt 2010). Um nicht nur persönliche Hör-Eindrücke, sondern objektive Messwerte zu bekommen, beauftragte die Gemeinde Kirkel den Tüv Saarland mit einer Lärmschutzmessung, die im vergangenen Sommer während der fünf Tage des Wurstmarktes durchgeführt wurde.

Am Mittwochabend stellte Regina Mas, Sachverständige in Sachen Umwelttechnik beim Tüv in Sulzbach, die Ergebnisse der Messungen im Ratssaal im Limbacher Rathaus vor. Es waren vier Anwohner gekommen, die zum „harten Kern“ der vor einem Jahr gegründeten Interessengemeinschaft Marktplatz Kirkel gehören. Ebenso waren Vertreter der Gemeinde anwesend, darunter Bürgermeister Frank John und der Leiter des Fachbereichs 2 (Bürgeramt), Udo Reis.

Der Veranstalter des Wurstmarktes, der MGV Kirkel, der die Lärmmessungen bezahlt hatte, war mit dem Vorstands-Duo Hubert Pfeifer und Dietmar Schäfer vertreten. Regina Mas erläuterte, dass das Messgerät im Anwesen Am Marktplatz 3, im ersten Stock, etwa einen halben Meter vor dem geöffneten Badezimmerfenster aufgestellt wurde, „da hatten wir keine reflektierenden Wände und freie Sicht zum Zelt“.

Und dann wurde minutiös aufgezeichnet, was bei einem Volksfest so alles an Lärm anfällt. Besonders „Aufstapeln von Bierkästen“, „Reinigen eines Topfs außerhalb Zelt“ und „Kinder mit Pistole“ würde in einem anderen Zusammenhang für Schmunzeln sorgen, doch danach war besonders den Vertretern der Interessengemeinschaft nicht zumute. Sie wollten wissen, ob und wie weit der Wurstmarkt über den zulässigen Lärmschutzbestimmungen lag. Dafür gibt es die so genannte „Verordnung zum Schutz vor Geräuschimmissionen durch Musikdarbietung bei Volksfesten“. Die Kirkeler würden sagen: „Waren die Band und die Midnight Ladies nun zu laut oder nicht?“ Sie waren, wenn auch nur geringfügig. Tatsächlich ergibt die Messung folgendes Ergebnis: Tagsüber lag der Geräuschpegel mit 65 dB (Dezibel) unter dem Immissionsrichtwert von 70, zwischen 22 und 23 Uhr genau im Rahmen des Erlaubten von 70 dB. Um zwei db wurde der Richtwert hingegen zwischen 23 und 24 Uhr überschritten: 70 waren erlaubt, 72 waren es tatsächlich. Und nach Mitternacht gab es noch einmal eine Überschreitung, die daher rührte, „dass die Band noch etwa fünf Minuten nach 24 Uhr spielte, obwohl um Mitternacht Schluss sein sollte“, erklärte Hubert Pfeifer vom MGV.

Dies, so versprach er, sei leicht in den Griff zu bekommen: 24 Uhr sei nun mal endgültig Schluss, nicht 0.05 Uhr. Die Vertreter der Interessengemeinschaft waren mit den Ergebnissen „nicht unbedingt zufrieden“, wie eine Anwohnerin betonte. Da die Veranstalter gewusst hätten, dass gemessen würde und „ein ständiger Kontakt zwischen den Tüv-Leuten und dem Wurstmarkt bestand, sind die Pegel heruntergedeht worden.“ Ohne Messungen wäre es im Zelt viel lauter geworden. Was soll nun im kommenden Jahr passieren? Hubert Pfeifer versprach, die offenen Stellen am Zelt zu schließen, damit möglichst wenig Lärm in die Umgebung gelangen könne. Auch wolle er darauf achten, dass die Veranstaltungen um 24 Uhr tatsächlich zu Ende seien.

© WhatsBroadcast
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