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Zwangsabstieg in Regionalliga: Klassenverbleib für fünf Saar-Clubs?

Die West-Regionalligisten Rot-Weiß Essen und Bonner SC haben Insolvenz angemeldet beziehungsweise die Lizenz für kommende Saison nicht erhalten. So schmerzhaft das für sie sein mag, im Saarland wurde die Nachricht mit Freude aufgenommen. Sollten beide absteigen, würden Borussia Mönchengladbach II und Wormatia Worms in der Regionalliga bleiben – was im Saar-Fußball Auswirkungen bis ganz unten hätte. So würde der SV Hasborn nicht aus der Oberliga absteigen, die SG Perl-Besch nicht aus der Saarlandliga, der ASC Dudweiler nicht aus der Verbandsliga, der TuS Herrensohr nicht aus der Landesliga Südwest und der SC Bliesransbach nicht aus der Bezirksliga Saarbrücken.

Entsprechend groß war die Freude bei den Clubs, als die Nachricht zu ihnen durchdrang. „Das wäre absolute Spitze“, sagt Claus Ekkelboom, der zweite Vorsitzende des TuS Herrensohr. Dass durch den Nichtabstieg so manche Planung über den Haufen geworfen würde, scheint zu verkraften zu sein. „Wir haben ohnehin 90 Prozent der Spieler halten können. Bei dem ein oder anderen würden wir dann nochmal überlegen, aber im Großen würde sich wenig ändern“, erklärt Andreas Guthörl, zweiter Vorsitzender des SV Hasborn. Schließlich hatten die Spieler gültige Verträge für die Oberliga, die wieder Bestand hätten. Doch noch gilt es abzuwarten, ob Bonn und Essen tatsächlich zwangsabsteigen. Denn „noch ist nichts offiziell“, wie Guthörl warnt. Zumal die zwei Clubs eine Woche Zeit haben, Einspruch einzulegen. Hinzu käme die Wartezeit auf das Urteil. Es muss bei den betroffenen Saar-Clubs also für mindestens zehn Tage zweigleisig geplant werden.

„Wir haben mit Jochen Kessler einen neuen Trainer sowohl für die A-Klasse, als auch für die Bezirksliga. Das ist das Entscheidende. Sollten wir in der Bezirksliga bleiben können, würden wir das auf jeden Fall annehmen“, erklärt Ralf Frank, zweiter Vorsitzender des SC Bliesransbach.

Heiko Niederweis, Spieler und Mitglied im Vorstand der SG Perl-Besch, sagt: „Wir hatten einen Umbruch nach dieser Saison geplant, und das hat Priorität. Ob wir dann in der Saarlandliga spielen oder absteigen, ist dabei eher zweitrangig, auch wenn wir gerne ein zehntes Jahr in Folge in der höchsten saarländischen Klasse spielen würden. Insofern sehen wir das ganz locker.“

Spannend dürfte es vor allem beim ASC Dudweiler werden, bei dem nach dem Abgang von Trainer Jörg Reeb und der kompletten Mannschaft ein Neuanfang gestartet wurde. „Wir hatten geplant, mit dem neuen Trainer Olaf Franz und vor allem mit 15 neuen Spielern in der Landesliga einen Neustart zu wagen. Da müssen wir jetzt sehen, inwieweit wir da etwas an der Mannschaft verändern“, erklärt der Vorsitzende des Gesamt-Vereins, Heinrich Biehl. Der Vorsitzende der Abteilung Fußball, Stefan Schorr, bleibt vorsichtig: „Das bewerten wir dann, wenn es endgütig feststeht. Vorher wäre es doch übereilt – und das wollen wir nicht.“ Schließlich sind die Mittel des ASC begrenzt, eine weitere Verstärkung des Kaders auf Verbandsliga-Niveau wäre mit finanziellen Risiken verbunden.

Fest steht aber, dass der ASC wie alle anderen Vereine die neue Chance in der alten Liga nutzen will, wenn es beim Zwangsabstieg von Bonn und Essen bleibt. Die Spannung, die mit dem Abstieg für die Vereine eigentlich ein unglückliches Ende gefunden zu haben schien, geht also weiter. Diesmal jedoch fernab von jeglicher Einfluss-Nahme: Die Entscheidung fällt am Rhein – und nicht an der Saar. Und da sieht es gut aus. Sowohl der Bonner SC, als auch Rot-Weiß Essen konzentrieren sich im Moment vor allem um die Auflagen für die Oberliga. Ein erfolgreicher Einspruch der beiden Vereine scheint aufgrund der Überschuldung unwahrscheinlich.

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