L146, L167 zwischen Eisen und Achtelsbach in beiden Richtungen Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle, Gefahr durch Fahrzeugteile auf der Fahrbahn (06:01)

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Zweibrücken nimmt deutlich weniger Geld mit Knöllchen ein

Symbolfoto.

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Des einen Freud' ist des andern Leid. Wenn ein Verkehrssünder an sein falsch geparktes Auto zurückkehrt und dort unter dem Scheibenwischer ein „Knöllchen“ eingeklemmt sieht, dann kann er sich lange und breit darüber aufregen. Oder sich zumindest etwas mit dem Gedanken trösten, dass dank des Falschparkens die öffentlichen Kassen ein wenig aufgebessert werden. Im vergangenen Jahr gab es in Zweibrücken allerdings deutlich weniger Anlass, sich derart aufzuregen – oder zu trösten.

Die Zahl der geahndeten Verkehrsverstöße ging 2015 nämlich deutlich zurück, wie Heinz Braun, Sprecher der Stadt Zweibrücken , im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt.

„2015 nahmen wir durch Verwarnungs- und Bußgelder 152 930,24 Euro ein“, bilanziert Braun. 2014 war es deutlich mehr: 183 182,89 Euro . Grund für den Rückgang: „der Personalausfall“, so der Stadtsprecher. Die Stadt habe drei Hilfspolizisten, die täglich ausschwärmen, um Verkehrsverstöße zu ahnden. Es habe 2015 allerdings nicht allzuviele Tage gegeben, an denen alle drei Hilfspolizisten arbeiten konnten. „Eine Person fiel längerfristig aus, eine zweite mittelfristig“, erklärt Braun. Teilweise sei also nur eine Kraft auf den Straßen gewesen, um Knöllchen zu verteilen.

Braun sagt, es gebe keine klassischen „Knöllchenschwerpunkte“ in Zweibrücken . „Das zieht sich durch die ganze Stadt.“ Allerdings beobachteten die Hilfspolizisten regelmäßig, dass bei Schulende ein gewisses Chaos ausbreche, wenn die motorisierten Eltern vorführen, um ihren Nachwuchs abzuholen. „Da wird dann kreuz und quer vor der Schule geparkt“, schildert Braun Beobachtungen des Ordnungsamts.

Insgesamt 8613 Ordnungswidrigkeits-Verfahren wurden 2015 eingeleitet (2014: 10 985), Bußgeldverfahren waren es 1046 (2014: 1395).

Braun bestätigte, dass auch vor Zweibrücken ein bedauerliches gesellschaftliches Phänomen nicht haltmache: die zunehmende Bereitschaft von Verkehrssündern, ihrem Unmut auf aggressive Weise Luft zu machen. Wenn Parksünder in dem Moment zurückkämen, in dem der Hilfspolizist gerade das Knöllchen unter den Scheibenwischer klemme, könne es passieren, dass der Fahrer extrem cholerisch reagiere. Unrechtsbewusstsein: Fehlanzeige. Stattdessen würden die städtischen Mitarbeiter wiederholt verbal angegangen. „Die Leute werden teilweise regelrecht frech und ausfallend“, bedauert Braun. Glücklicherweise sei bislang aber noch kein Hilfspolizist in Zweibrücken körperlich angegangen worden, wie in anderen Städten.

© WhatsBroadcast
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