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Geschäftsmann angeschossen: Anklage gegen 25-Jährigen in Saarbrücken

Die Richterbank eines Saals im Landgericht. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Die Richterbank eines Saals im Landgericht. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Gruppe wollte größere Menge Bargeld erbeuten
Nach dem Abschluss der Ermittlungen ist der Angeschuldigte hinreichend verdächtig, im Februar 2016 mit den Mittätern Y., N. und E. vereinbart zu haben, einen Geschäftsmann auf dessen Firmengelände in Kleinblittersdorf zu überfallen, um eine größere Menge Bargeld zu erbeuten.

Mit Sturmhauben maskiert Firma betreten
Am 19.02.2016 sollen der Angeschuldigte und die beiden Mittäter N. und E. mit einem zu diesem Zweck am Vortag in Stiring-Wendel / Frankreich entwendeten PKW auf das Firmengelände in Kleinblittersdorf gefahren sein. Y. soll der Organisator und bei der Tatausführung nicht anwesend gewesen sein. Während der Mittäter N. im Fluchtauto verblieben sein soll, sollen der Angeschuldigte und der andere Mittäter E., jeweils mit Sturmhauben maskiert, die Firmenräumlichkeiten betreten und auf den Geschäftsmann zugestürmt sein, der auf einem Bürostuhl hinter dem Tresen im Empfangsbereich gesessen haben soll. Dabei sollen der Angeschuldigte mit einem Messer und der Mittäter E. mit einer scharfen Pistole bewaffnet gewesen sein. Der Angeschuldigte und der Mittäter E. sollen dann unter Vorhalt der Pistole des E. und des Messers von dem Geschäftsmann die Herausgabe von Bargeld verlangt haben, wobei der Angeschuldigte das Messer mit der Folge einer oberflächlichen Schnittverletzung an den Hals des Geschäftsmannes gedrückt haben soll. Der Geschäftsmann soll daraufhin 600 € Bargeld herausgegeben haben, die er in einer Hosentasche bei sich getragen haben soll.

Zuerst mt Pistole bedroht, dann angeschossen
Anschließend soll der Geschäftsmann unter Vorhalt der Pistole aufgefordert worden sein, den durch den Mittäter E. bei einer Umschau im Anwesen aufgefundenen Tresor zu öffnen. In diesem Tresor befanden sich 15.000 € Bargeld. Als der Geschäftsmann zunächst angegeben haben soll, über keinen entsprechende Tresorschlüssel zu verfügen, soll der Mittäter E. den Lauf seiner Pistole aus kurzer Distanz abwechselnd in Richtung des Kopfes und der Beine des Geschäftsmannes gehalten, die Schusswaffe durchgeladen und einen gezielten Schuss in das Bein des Geschädigten abgegeben haben, wodurch dieser niedergestreckt worden und zu Boden gegangen sein soll. Auch danach sollen der Angeschuldigte und der Mittäter E. weiterhin mit einfacher körperlicher Gewalt auf den am Boden liegenden Geschäftsmann eingewirkt haben. Der Geschäftsmann wurde schwer verletzt und musste später operiert werden. Als ein Fahrzeug auf das Firmengelände aufgefahren sein soll, sollen der Angeschuldigte und die beiden Mittäter E. und N. mit dem Fluchtfahrzeug ohne weitere Beute geflüchtet sein. Das Fluchtfahrzeug wurde später aufgefunden, wonach an diesem auch DNA – Spuren gesichert werden konnten. Diese Spuren konnten allerdings zunächst keiner Person zugeordnet werden.

Zwei mutmaßliche Täter auf der Flucht
Ein Verdacht in Richtung des Angeschuldigten und der Mittäter ergab sich erst später zunächst aufgrund einer Zeugenaussage. Hierauf wurden schließlich die in dem Fluchtfahrzeug gesicherten DNA – Spuren mit Vergleichsproben des Angeschuldigten mit der Folge eines Treffers abgeglichen. Dabei kam es zu zeitlichen Verzögerungen, weil Vergleichsspuren des Angeschuldigten zunächst nicht vorhanden waren und erst erlangt werden mussten. Infolge des Treffers konnte Anfang 2018 ein Haftbefehl gegen den Angeschuldigten erlangt werden, aufgrund welchem sich der Angeschuldigte seit April 2018 in Untersuchungshaft befindet. Er ist geständig. Der Mittäter Y. ist zwischenzeitlich verstorben. Die beiden weiteren Mittäter N. und E. sind flüchtig. Nach Ihnen wird mit Haftbefehlen gefahndet.

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