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Oberlandesgericht entscheidet über Liegestützen auf Altar

Alexander Karle machte für sein Projekt Liegestütze auf dem Altar der Kirchengemeinde St. Johann. Foto: Video Pressure to Perform/Alexander Karle/dpa

Alexander Karle machte für sein Projekt Liegestütze auf dem Altar der Kirchengemeinde St. Johann. Foto: Video Pressure to Perform/Alexander Karle/dpa

Mittel der Kunstfreiheit?
Ein umstrittenes Videoprojekt mit Liegestützen auf dem Altar einer katholischen Kirche kommt wieder vor Gericht. Dabei geht es um die Frage, ob die Aktion als ein Mittel der Kunstfreiheit zu werten ist - oder als grober Unfug und Störung der Religionsausübung. Mit dem Fall beschäftigt sich das Saarländische Oberlandesgericht am (heutigen) Dienstag (14.00 Uhr). In dem Revisionsverfahren geht es ein Projekt des Künstlers Alexander Karle.

Film mit dem Namen „pressure to perform“
Der 40-Jährige war im Januar 2016 über eine Kordel in den Altarraum der Basilika St. Johann in Saarbrücken gestiegen, hatte auf dem Altar 26 Liegestützen gemacht und sich dabei gefilmt. Den Film mit dem Namen „pressure to perform“, mit dem er nach eigener Aussage gegen den Druck der Leistungsgesellschaft protestieren wollte, zeigte er anschließend in Endlosschleifen in mehreren Schaufenstern.

Zu Geldstrafe von 700 Euro verurteilt
Das Amtsgericht Saarbrücken hatte ihn im Januar 2017 wegen Hausfriedensbruchs in Tateinheit mit Störung der Religionsausübung zu einer Geldstrafe von 700 Euro verurteilt. Dieses Urteil hatte das Landgericht im Juli 2017 aufgehoben und ihn lediglich wegen Hausfriedensbruchs schuldig gesprochen, ihn verwarnt und ihm die Zahlung von 500 Euro an eine Jugendeinrichtung auferlegt. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte waren gegen das Urteil in Revision gegangen.

Voraussichtlich soll bereits am Dienstag eine Entscheidung verkündet werden.

© WhatsBroadcast
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