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Sprengfallen in der Pfalz: Ermittler informieren über Hintergründe

Vor seiner Praxis kam ein Arzt in Enkenbach-Alsenborn ums Leben. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk.

Vor seiner Praxis kam ein Arzt in Enkenbach-Alsenborn ums Leben. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk.

Pressekonferenz  um 11 Uhr
Der Fund heimtückischer Sprengfallen hält seit Wochen die Pfalz in Atem - Staatsanwaltschaft und Polizei wollen am (heutigen) Freitag (15.03.2019) über den Stand der Ermittlungen informieren. Bei der Pressekonferenz (11.00 Uhr) in Kaiserslautern nehmen die Behörden auch Stellung zu der Frage, ob weitere Explosionsvorrichtungen zu befürchten sind. Zuletzt entdeckten die Ermittler ein manipuliertes Holzscheit in einem Carport in Fischbach (Kreis Kaiserslautern).

Rücksichtsloser Rachefeldzug
Bei den gefährlichen Sprengfallen gehen die Behörden von einem rücksichtslosen Rachefeldzug des Landschaftsgärtners Bernhard G. aus Mehlingen (Kreis Enkenbach-Alsenborn) aus. Der 59-Jährige soll im Streit einen Arzt mit einer Explosionsvorrichtung getötet und eine Mutter mit Tochter verletzt haben. Anfang März war er tot in seinem Haus gefunden worden. Allerdings könnte er vor seinem Tod weitere Sprengfallen bei Menschen versteckt haben, mit denen er Streit hatte. Die Polizei hatte die Öffentlichkeit zur Wachsamkeit aufgerufen.

Obduktionsergebnis liegt vor
Bei der Pressekonferenz wollen die Ermittler auch über die Todesumstände im Falle des Gärtners informieren. Dazu liegt das Obduktionsergebnis vor. Medienberichte, denen zufolge der Mann unheilbar krank gewesen sein soll und sich selbst getötet habe, hatte die Polizei nicht kommentiert. Auch die Frage eines möglichen Abschiedsbriefs des mutmaßlichen Täters war mehrfach aufgekommen.

120 Hinweise eingegangen
Für die Ermittlungen hatte die Polizei eine Sonderkommission gebildet. Nach dem öffentlichen Aufruf waren bei den Behörden rund 120 Hinweise eingegangen. Für die Polizei steht der Landschaftsgärtner als Täter im Grunde fest. Da der Mann nicht mehr lebt, wäre auch nicht mit einem Ermittlungsverfahren zu rechnen.

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