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Tanker-Entführung: Prozess gegen 35-Jährigen in Zweibrücken begonnen

Die Richterbank eines Saals im Landgericht. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Die Richterbank eines Saals im Landgericht. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Im Mai 2012 geentert und festgehalten
Gut sechs Jahre nach der Entführung eines griechischen Öltankers im Roten Meer hat vor dem Landgericht in Zweibrücken der Prozess gegen einen Mann begonnen. Der 35-Jährige soll das Schiff der Anklage zufolge mit Komplizen im Mai 2012 geentert, mit der Mannschaft entführt und bis zur Lösegeldzahlung durch die Reederei im März 2013 festgehalten haben, wie ein Justiz-Sprecher am Montag in der pfälzischen Stadt sagte.

Piraten waren mit Panzerfäusten bewaffnet
Der Angeklagte aus Somalia soll zur so genannten Führungsebene gehört und 100 000 US-Dollar (derzeit etwa 86 500 Euro) von dem Lösegeld erhalten haben. Vor der Zahlung soll damit gedroht worden sein, zwei Mitglieder der Schiffsmannschaft zu töten. Die Piraten waren demzufolge unter anderem mit Panzerfäusten bewaffnet. Die Anklage lautet auf erpresserischen Menschenraub und weitere Delikte. Bis Ende Oktober sind derzeit drei weitere Gerichtstermine vorgesehen.

25-jähriger Mann bereits verurteilt
Ende Juli war ein 25-jähriger Mann aus Somalia wegen der Beteiligung an der Entführung vom Landgericht Zweibrücken zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er war wie der jetzt Angeklagte nach der Tat als Flüchtling nach Deutschland gekommen und aufgrund der auf dem Schiff gefundenen Fingerabdrücke in der Südwestpfalz festgenommen worden.

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