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Tödliche Schüsse auf Sohn: Plädoyers vor Landgericht Saarbrücken erwartet

Ernst S. (links) aus Beckingen soll seinen Sohn erschossen haben.(Foto: Becker & Bredel).

Ernst S. (links) aus Beckingen soll seinen Sohn erschossen haben.(Foto: Becker & Bredel).

Urteil möglicherweise schon heute
Der Prozess gegen einen 66-jährigen Saarländer wegen tödlicher Schüsse auf seinen Sohn neigt sich dem Ende zu. Am (heutigen) Donnerstag (9.00 Uhr) werden im Landgericht Saarbrücken die Plädoyers gehalten, möglicherweise folgt noch am gleichen Tag das Urteil.

Mit drei Schüssen getötet
Der Angeklagte hat gestanden, seinen 29-jährigen Sohn erschossen zu haben. Die Anklage wirft ihm Totschlag vor. Ernst S. soll seinen Sohn am 1. Januar 2018 zuhause in Beckingen (Landkreis Merzig-Wadern) mit drei Schüssen getötet haben.

Konflikte eskaliert
Der Vater sagte aus, dass sich sein Sohn durch seinen zunehmenden Drogenkonsum sehr verändert habe. Er sei ab Herbst zunehmend aggressiver gegenüber den Eltern geworden. Er habe randaliert, sie bestohlen, beschimpft, bespuckt und bedroht. Über Weihnachten seien die Konflikte eskaliert.

Waffe im Zimmer des Sohnes gefunden
Am Tattag soll der Sohn über den Balkon in das Haus des Vaters eingedrungen sein. Nach dessen Weigerung, zu gehen, sei er „emotional so aufgewühlt“ gewesen, dass er geschossen habe, sagte der Angeklagte. Die Waffe habe er bereits im Sommer im Zimmer des Sohnes gefunden und behalten.

Angeklagter über viele Jahre politisch aktiv
Laut Staatsanwaltschaft war der Angeklagte in seiner Heimatgemeinde auf lokaler Ebene über viele Jahre politisch aktiv, unter anderem als Ortsvorsteher, Mitglied des Orts- und Gemeinderates und Vorsitzender des Ortsverbands seiner Partei.

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