Drei Mitglieder der „Neunkircher Dönerbande“ wieder auf freiem Fuß

Gewerbs- und bandenmäßige Steuerhinterziehung beim Verkauf von Dönerspießen: Das wirft die Staatsanwaltschaft der „Neunkircher Dönerbande“ vor. Nach Festnahmen im Juli befinden sich drei Mitglieder der Bande wieder auf freiem Fuß – aus diesem Grund:

Die „Dönerbande“ soll die Drehspieße „schwarz“ geliefert haben. Foto: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Döner-Betrug aus dem Saarland heraus

Der Fall der „Neunkircher Dönerbande“ dreht sich um einen hohen Steuerschaden durch banden- und gewerbsmäßige Steuerhinterziehung, so die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft.

Wie der „SR“ berichtet, hatten drei beschuldigten Brüder in Neunkirchen Dönerdrehspieße produziert und dem Finanzamt mitgeteilt, die Ware ins EU-Ausland verkauft zu haben. Tatsächlich sollen die Spieße „schwarz“ an Dönerläden in Deutschland geliefert worden sein. Der Steuerschaden durch Einsparung der in Deutschland fälligen Umsatzsteuer sowie Hinterziehungszinsen: etwa 500.000 Euro.

Verhaftung und Freilassung

Mitte Juli waren die drei Beschuldigten laut Rundfunksender festgenommen worden. Zuvor hatte es verdeckte Observationen und eine Razzia gegeben. Nach aktuellem Stand befinden sich die drei Mitglieder der „Neunkircher Dönerbande“ wieder auf freiem Fuß, wie ebenso aus dem Rundfunkbericht hervorgeht. Der Grund: eine Einigung mit dem Fiskus. Die Familienmitglieder sollen eine Wiedergutmachung des Schadens zugesichert haben. Nach „SR“-Informationen seien bereits 200.000 Euro gezahlt worden. Eine Anklage gegen die Brüder wurde den Angaben zufolge noch nicht erhoben.

Verwendete Quellen:
– Saarländischer Rundfunk