Tödlicher Achterbahn-Unfall: Freizeitpark bleibt auch heute zu

Die Ermittlungen zur Ursache des tödlichen Unglücks in einem rheinland-pfälzischen Freizeitpark laufen weiter. Währenddessen bleibt die Einrichtung auch am Montag geschlossen.
Im Klotti-Park kam es zum tödlichen Unglück. Foto vom Sonntag: dpa-Bildfunk
Im Klotti-Park kam es zum tödlichen Unglück. Foto vom Sonntag: dpa-Bildfunk

Nach dem tödlichen Unglück in einem Freizeitpark in Klotten/Rheinland-Pfalz ist die Ursache weiterhin unklar. Die Betreiber des Klotti-Parks kündigten auf ihrer Website an, dass die Einrichtung auch am heutigen Montag (8. August 2022) geschlossen bleiben werde, „um eine schnelle Aufklärung des Unfallherganges durch die Behörden zu unterstützen“.

Saarländerin stirbt nach Sturz aus Achterbahn

Eine 57-Jährige aus St. Wendel war am Samstagnachmittag aus einer fahrenden Achterbahn gestürzt und noch vor Ort verstorben. Der Park wurde daraufhin geräumt und geschlossen.

Betreiber sprechen Mitgefühl aus

Auf der Website schrieben die Betreiber, das Team des Klotti-Parks sei „nach wie vor geschockt und fassungslos“. „Wir möchten auf diesem Weg unser tief empfundenes Mitgefühl der Familie, den Angehörigen und Freunden aussprechen!“, hieß es. Es sei noch nicht abzuschätzen, wie der Parkbetrieb in den nächsten Tagen aussehen werde.

Das ist die Achterbahn, aus der die Frau stürzte

Als „heiße Fahrt“ bewirbt der Freizeitpark die 532 Meter lange Achterbahn mit einer Höhe von 17,5 Metern. Auf einem Video ist zu sehen, dass das Auf und Ab teilweise durch eine Art künstliche Schlucht führt. Von den höheren Positionen der Bahn fällt der Blick auf die umliegenden Höhenzüge. Die Fahrt sei „nichts für Angsthasen“, wird versichert. „Kurvenreich, maximales Gefälle und bis zu 60 Stundenkilometer schnell, da kann schon mal der Atem stocken und das Herz den angestammten Platz verlassen. Aber alles wird gut: Wer die 550 Meter Strecke gemeistert hat, den kann zumindest an diesem Tag nichts mehr schocken.“

Den Park gibt es seit 1970

Der Park in Klotten wurde 1970 als Wildpark auf den Moselhöhen bei Klotten eröffnet, wie es auf der Webseite heißt. Seit den 1990ern wurde er mit neuen Attraktionen zu einem Freizeit- und Familienpark ausgebaut. Die Achterbahn eröffnete demnach 2004.

Unglücke auf Achterbahnen sind selten

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen und technischen Maßnahmen: Tödliche Unfälle mit Achterbahnen oder in Freizeitparks mögen selten sein, sorgen aber für besondere Aufmerksamkeit, wenn der Nervenkitzel schlimm ausgeht. Mitte Juli kam bei einem schweren Unfall in einer Achterbahn im dänischen Aarhus ein 14-jähriges Mädchen ums Leben. Im September vergangenen Jahres stürzte eine Sechsjährige aus einer Achterbahn in einem Freizeitpark im US-Bundesstaat Colorado. Sie war nicht richtig angeschnallt. Und im Juni 2016 wurden bei der Entgleisung einer Achterbahn in Schottland zehn Menschen verletzt.

Verwendete Quellen:
– Website des Klotti-Parks
– eigener Bericht
– Deutsche Presse-Agentur