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Ex-Boxweltmeister Rocchigiani (54) stirbt bei Autounfall in Italien

Box-Legende Graciano Rocchigiani. Foto: Arno Burgi

Box-Legende Graciano Rocchigiani. Foto: Arno Burgi

Berlin. Der frühere Boxweltmeister Graciano Rocchigiani ist in Italien bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das bestätigte die mit dem Vorgang befasste Polizei Brandenburg am Dienstag. Zuerst hatten «B.Z.» und «Bild» darüber berichtet, dass der 54 Jahre alte Ex-Profi bei einem Autounfall überfahren worden ist. Er soll als Fußgänger unterwegs gewesen sein. Seit mehreren Jahren hatte Rocky eine italienische Freundin, schreibt die "Bild". Er pendelte regelmäßig zwischen Berlin und Italien.

 

Sein Debüt als Profi fand am 10. September 1983 in Köln statt. Er besiegte Esperno Postl aus Österreich durch technischen KO in der zweiten Runde. Gegen Rüdiger Bitterling gewann Rocky 1985 die Deutsche Meisterschaft im Mittelgewicht, 1986 durch Punkterfolg über Manfred Jassmann den Meistertitel im Halbschwergewicht.

1988 dann der endgültige Durchbruch: Rocky gewann am 1. März 1988 den IBF-Weltmeistertitel im Supermittelgewicht gegen den US-amerikanischen Titelträger Vincent Boulware (8. Runde, technisches K.O.). 

Nach Max Schmeling und Eckhard Dagge war Rocky damit der dritte deutsche Weltmeister im Profiboxsport, außerdem der jüngste deutsche Boxweltmeister.

Neun Monate Gefängnisstrafe

Seine weitere Karriere lief allerdings alles andere als glatt: "Rocky" hatte sich nach seiner Box-Karriere unter anderem als Veranstalter betätigt und die "Graciano Rocchigiani Boxpromotion GmbH" gegründet. 2017 musste er Insolvenz anmelden. Als TV-Experte arbeitet er für den Sender "Sport1".

Er wurde mehrfach zu Freiheitsstrafen verurteilt. Im Strafregister standen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis. 2007 musste er für mehrere Monate ins Gefängnis - wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen wurde er zu neun Monaten verurteilt; als Freigänger konnte er sein Fitnessstudio in Duisburg weiter betreiben.

Der Sohn eines sardischen Eisenbiegers und einer Berlinerin, der sowohl die Schule als auch seine Lehre als Glas- und Gebäudereiniger abgebrochen hatte, polterte los ohne Rücksicht auf Verluste. «Es gibt kluge und dumme Polen. Und du bist ein dummer Pole», hatte er einst seinen Gegner Dariusz Michalczewski beschimpft. Verlor er umstritten, befand er: «Allet Beschiss, allet Schweine.»

dpa

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