Beschränkung von PCR-Tests: Reichen Schnelltests bald für Quarantäne und Freitesten aus?

Die Gesundheitsminister:innen der Länder diskutieren aktuell über eine Änderung der Corona-Teststrategie. Bei hohem Infektionsgeschehen könnten bald nur noch Menschen mit Symptomen und die Risikogruppe PCR-Tests machen lassen. Für alle anderen reicht dann ein Schnelltest aus.
Ein Antigen-Schnelltest könnte bei vielen Infizierten und Kontaktpersonen bald für eine Quarantäne oder Isolierung sowie Freitesten ausreichen. Symbolfoto: Christian Charisius/dpa-Bildfunk
Ein Antigen-Schnelltest könnte bei vielen Infizierten und Kontaktpersonen bald für eine Quarantäne oder Isolierung sowie Freitesten ausreichen. Symbolfoto: Christian Charisius/dpa-Bildfunk

Um einer Überlastung der Laborkapazitäten entgegenzuwirken, wollen die Gesundheitsminister:innen der Länder PCR-Tests limitieren. Diese sollen bei hohen Infektionszahlen nur noch für „symptomatische Personen und gegebenenfalls vulnerable Gruppen“ verfügbar sein. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Bezug auf einen Beschlussentwurf vor einer Videokonferenz am Montagabend (17. Januar 2022).

Der Vorschlag kommt aus Berlin, wo die Nachfrage nach PCR-Tests aktuell teilweise größer ist als das Angebot. Demnach sollen Menschen, deren Schnelltests zwar positiv ausgefallen ist, die aber keine Symptome haben, auf die Bestätigung per PCR-Test verzichten können. Dasselbe gilt, wenn die Corona-Warn-App auf Rot springt.

Auch das Freitesten aus der Quarantäne oder Isolierung soll nach der Neuregelung schon mit einem „qualitativ hochwertigen und gegebenenfalls laborbasierten Antigentest“ möglich sein. Ausnahme: Bei Beschäftigten der kritischen Infrastruktur wie in Pflegeheimen und Krankenhäusern soll wohl weiterhin einen PCR-Test erfolgen.

Die Entscheidung soll wohl am Wochenende fallen.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur