Uni Homburg: Hinweise auf Ursache für Herzmuskelentzündungen nach Corona-Impfung gefunden

Forschende haben Hinweise darauf gefunden, was die Ursache für Herzmuskelentzündungen nach Corona-Impfungen sein könnte.
Das Risiko für eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach der Corona-Impfung ist laut einer großen Studie bei jungen Männern nach der zweiten Dosis am höchsten. Foto: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen
Das Risiko für eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach der Corona-Impfung ist laut einer großen Studie bei jungen Männern nach der zweiten Dosis am höchsten. Foto: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen

Bei einer Herzmuskelentzündung nach einer Corona-Impfung handelt es sich um eine äußert seltene Nebenwirkung, die meist problemlos abheilt. Dennoch trat sie statistisch gehäuft bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern nach Immunisierungen mit mRNA-Impfstoffen auf. Forschende haben Hinweise darauf gefunden, was die Ursache sein könnte.

Ein Team von Expert:innen aus Deutschland und Israel hat jetzt einen neuen Mechanismus bei der Entstehung sogenannter Myokarditiden aufgedeckt, wie die Universität des Saarlands in Homburg berichtete, die an den Untersuchungen beteiligt war. Die Studie wurde im „New England Journal of Medicine“ als Kurzbericht publiziert.

Es wurden Blutproben von Patient:innen analysiert, von denen überwiegend auch eine Herzmuskelbiopsie nach einer Myokarditis vorlag. Insbesondere bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern konnten dabei sogenannte Autoantikörper gegen einen zentralen körpereigenen Entzündungshemmer (Interleukin-1-Rezepetor-Antagonist) nachgewiesen werden. Dadurch werde die Wirkung entzündungsfördernder Botenstoffe begünstigt, wie Lorenz Thurner vom José-Carreras-Center des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg berichtete.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur