Lauterbach sieht vorerst keinen Anlass für schärfere Corona-Regeln

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht trotz der steigenden Corona-Zahlen in Deutschland derzeit keinen Anlass, weitere Corona-Beschränkungen auf den Weg zu bringen. Für Lauterbach verfüge man derzeit genau über das richtige Maßnahmenpaket.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht aktuell keinen Anlass, die Corona-Regeln zu verschärfen. Archivfoto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

Lauterbach sieht keinen Anlass für schärfere Corona-Regeln

In Deutschland ist am heutigen Freitag (14. Januar 2022) zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie die Schwelle von 90.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages überschritten worden: „Corona-Neuinfektionen in Deutschland überschreiten erstmals Schwelle von 90.000 an einem Tag“. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreicht mit 470,6 einen neuen Höchstwert.

Trotz der steigenden Corona-Zahlen sieht Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) aber vorerst keinen Anlass, weitere Corona-Beschränkungen auf den Weg zu bringen. Aus der Sicht des Ministers sei zum jetzigen Zeitpunkt exakt „das richtige Maßnahmenpaket am Platz“, wie der SPD-Politiker am Freitag sagte.

Weitere Maßnahmen bei drohender Überlastung der medizinischen Versorgung

Lauterbach kündigte aber auch an, dass man sofort mit weiteren Corona-Maßnahmen gegensteuern müsse, sofern die Corona-Zahlen deutlich weiter stiegen. Dies vor allem, wenn eine Überlastung der medizinischen Versorgung zu erwarten sei. „An dem Punkt sind wir nicht“, erklärte der Gesundheitsminister trotz der aktuellen Rekordzahlen.

Nach Ansicht von Lauterbach könne man der aktuellen Corona-Welle durch die Omikron-Variante auch mit beschleunigten Booster-Impfungen in den Griff bekommen. Nötig seien aber auch die flächendeckende Umsetzung der bestehenden Corona-Regeln sowie umfassende Kontrollen.

Gesundheitspersonal soll Vorrang bei PCR-Test-Auswertung erhalten

Der Gesundheitsminister sagte am Freitag auch, dass sich die Kapazitäten für PCR-Labortests allmählich der „Volllast“ näherten. Einen Mangel gebe es derzeit aber nicht. Im Hinblick auf Freitestungen soll das Gesundheitspersonal in Deutschland fortan einen Vorrang bei der PCR-Test-Auswertung in den Laboren bekommen.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur