Wespen-Hochsaison: Tipps für den richtigen Umgang – so bleiben die Tierchen möglichst fern

Wespen sind nützlich. Viele Menschen empfinden sie aber auch als lästig, beispielsweise wenn sie ums Essen herumschwirren. Eine Wespen-Expertin gibt Tipps für den richtigen Umgang damit.
Eine Wespen-Expertin gibt Tipps für den richtigen Umgang mit ihnen. Foto: picture alliance / dpa | Daniel Karmann
Eine Wespen-Expertin gibt Tipps für den richtigen Umgang mit ihnen. Foto: picture alliance / dpa | Daniel Karmann

Nach einem warmen und trockenen Frühjahr sind schon jetzt sehr viel mehr Wespen auf Nahrungssuche als im vergangenen Jahr. „Es ist ein gutes Wespenjahr“, sagt Eva Hofmann von der Gartenakademie der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) in Neustadt an der Weinstraße. „In trockenen und warmen Jahren sind die Völker früher entwickelt als nach einem nassen und eher kühlen Frühjahr wie 2021.“

Der tierfreundliche Umgang mit Wespen

Jedes Jahr aufs Neue tummeln sich die schwarz-gelben Insekten auf Grillpartys, am Kaffeetisch und beim Picknick im Freien. Die oftmals lästigen Tiere seien jedoch ein unerlässlicher Bestandteil eines intakten Ökosystems, sagt Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei der Tierrechtsorganisation Peta. Laut ihr beschleunigen Wespen den Zersetzungsprozess alter Bäume, sorgen für eine natürliche Regulation von Zecken, Blattläusen, Fliegen und Mücken und bestäuben genau wie Bienen Pflanzen. Aber wie lassen sich die kleinen Insekten tierfreundlich von Tisch und Co. fernhalten?

Überreifes Obst als Ablenkung

Eine in sicherer Entfernung aufgestellte Schale mit überreifem Obst lenkt die Tiere ab. Vor allem Weintrauben eignen sich laut Michler gut. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Wespen mithilfe schlechter Gerüche zu vertreiben. Eine halbierte Zitrone mit Gewürznelken, Räucherstäbchen oder Duftlampen verbreitet einen für die Insekten unangenehmen Duft.

Andere Gerüche hingegen ziehen Wespen an: Wer sich schützen möchte, sollte auf süße Parfüms und duftende Kosmetikprodukte verzichten. Es lohnt sich auch Speisen einfach abzudecken. Verschlossene Lebensmittel sind für Wespen nur halb so interessant. Fliegengitter an Fenstern und Türen helfen zudem, die Tiere aus Innenräumen fernzuhalten.

Keine Panik

Haben sich die ungebetenen Gäste einmal zur Grillparty gesellt, sollte man nicht in Panik verfallen. „Immer mit der Ruhe“ ist das beste Motto im Umgang mit den schwarz-gelben Hautflüglern. Menschen sollten abrupte Bewegungen vermeiden und nicht um sich schlagen oder nach dem Tier pusten. Um das Verschlucken der Insekten zu vermeiden, sollte zur Wespenzeit ausschließlich mit einem Strohhalm aus Flaschen und Dosen getrunken werden.

Im Garten oder auf der Wiese im Schwimmbad ist es zudem sinnvoll, Schuhe zu tragen. Tritt man auf eine Wespe, riskiert man einen Stich. So schützen sich die Tierchen in Lebensgefahr. Im Normalfall sind Wespenstiche für Menschen laut der Expertin jedoch ungefährlich.

Warum bewegen sich Wespen eigentlich so hektisch?

Warum aber das hektische Hin und Her auf dem Tisch? „Wespen sehen nicht gut“, so ein Nabu-Experte. „Sie orientieren sich über Gerüche und müssen sich das vor Ort erstmal genau angucken, sich einen Überblick verschaffen.“ Wespen stechen reflexartig, wenn sie sich bedroht fühlen.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur