Falscher Corona-Fall in Kaiserslautern: Polizei ermittelt wegen Verbreitung von Fake News

Unbekannte erlaubten sich in Kaiserslautern einen schlechten Scherz, der nun Folgen hat. Sie hatten verbreitet, dass über eine Firma in der Stadt der Coronavirus eingeschleppt worden sei.

In einem gefälschten Artikel von „tagesschau.de“, der in den sozialen Medien geteilt wurde, hieß es, dass es den ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus in Rheinland-Pfalz gebe. Der Erreger sei über Ware, die aus China an eine Firma in Kaiserslautern geliefert wurde, eingeschleppt worden.

Fake-News schaden dem Unternehmen

Nun hat der Geschäftsführer des betroffenen Unternehmens Anzeige erstattet. Das berichtet die Polizei in Kaiserslautern. Die Fake-News sollen sich inzwischen auf die Produktionsprozesse der Firma auswirken. Die Mitarbeiter sowie Kunden und Zulieferer seien verunsichert und würden das Gelände meiden.

Gesundheitsamt warnt davor, die Falschmeldung zu verbreiten

Das Gesundheitsamt in Kaiserslautern teilte mit, dass es sich bei der Meldung um eine Falschinformation handelt. Nach wie vor sei kein Fall des Coronavirus in Kaiserslautern bekannt. Die Polizei ermittelt wegen Vortäuschung einer gemeinen Gefahr sowie Belästigung der Allgemeinheit. Zudem wird gewarnt, die Meldung weiterzuverbreiten.

Zeugen, die Hinweise auf den Verfasser der Falschmeldung geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0631) 360-2250 bei der Polizei zu melden.

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