Großregion

Saar-Jäger zum Fall Kusel und Andreas S.: “Vorwürfe von Untätigkeit sind haltlos”

Hatten Vertreter:innen der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) den verdächtigen Andreas S. im Vorfeld der Kusel-Morde etwa nur unzureichend im Blick gehabt? Vorwürfe, untätig oder nicht integer gehandelt zu haben, weist der Verband von sich. Ihren Angaben zufolge hatte die Vereinigung selbst bereits 2004 einen entsprechenden Jagdschein-Entzug für S. beantragt. Das ganze Statement dazu:

Schwerer Vorwurf: Polizist soll Andreas S. beim Wildern geholfen haben

Im Fall des Polizistenmordes bei Kusel wird den tatverdächtigen Andreas S. und Florian V. vorgeworfen, zunächst gewildert und anschließend zwei Polizeikräfte erschossen zu haben. Der 38-jährige Andreas S. stand bereits in der Vergangenheit immer wieder wegen Jagdwilderei unter Verdacht. Bestraft wurde er nur einmal im Jahr 2004. Und das nicht wegen Wilderei. Wie nun die "Rheinpfalz" berichtet, soll S. einer Verurteilung im Jahr 2017 nur deshalb entkommen sein, weil er einen Helfer bei der Polizei hatte. Die Vorwürfe wiegen schwer:

Fall Kusel: Sprachnachricht aus Jagdkreisen zu Andreas S. aufgetaucht

Im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen nahe Kusel ist eine Sprachnachricht aufgetaucht, die Berichten zufolge auf Dieter Mahr, den Präsidenten der rheinland-pfälzischen Weidmannschaft, zurückgeht. In der Warnbotschaft soll ein "düsteres Bild" vom verdächtigen Andreas S. gezeichnet werden. Auch soll die Nachricht nahelegen: in Jagdkreisen werde eine Verschärfung des Waffenrechts befürchtet.