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„Die Corona-Krise ist eine nie dagewesene Belastung für die Arbeitswelt“

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Foto: IKK Südwest

Herr Prof. Loth, Sie sind Vorstand der IKK Südwest und lehren an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Wie gesund ist das Saarland?

Loth: Schaut man auf die Entwicklung von Volkskrankheiten zeigt sich ein besorgniserregendes Bild. Bereits mehr als zehn Prozent der Saarländer leiden beispielsweise an Diabetes und die Zahlen steigen stark an. Diese Entwicklung sehen wir auch bei anderen sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Adipositas und Muskel-Skelett-Erkrankungen. Dazu kommt die Corona-Krise, die sich auf alle Lebensbereiche auswirkt. Uns fehlt der gewohnte und präventiv so wertvolle Gang zum Vereinstraining oder Fitnessstudio, der persönliche Kontakt zu Freunden bleibt aus und auch der Arbeitsalltag hat sich für viele verändert. Das alles ist belastend und es ist schwieriger geworden, sich um sich und seine psychische und körperliche Gesundheit zu kümmern. Gerade das Ausbleiben von sportlichen Angeboten, womit man sich nachweislich vor Erkrankungen schützen kann, sehe ich als gefährlich an. Zumal Krankheiten wie Diabetes einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion begünstigen können. Und bundesweit mehr als 1.500 Diabetes-Neuerkrankungen jeden Tag sprechen eine deutliche Sprache. Aber wichtig zu wissen: Diese Volkskrankheiten können in vielen Fällen durch eine gesundheitsbewusste Lebensweise vermieden werden. 

Und welche Rolle spielt Prävention dabei?

Loth: Für mich ist Prävention, also das Vorbeugen von Krankheiten, der logischste und nachhaltigste Weg, ein langes und gesundes Leben zu führen. Weniger Zucker, mehr Bewegung und eine ausgewogene Ernährung können nachweislich viel bewirken. Und es geht hierbei nicht nur um das private Leben. Prävention heißt auch, im Arbeitsalltag auf sich zu achten. Nur mit gezielter Prävention können wir den Anforderungen der Arbeitswelt langfristig gerecht werden. In der Zukunft- und auch jetzt in der Krise.

Eller: Das sehe ich genauso. Die Corona-Krise ist eine nie dagewesene Belastung für die Arbeitswelt. Sie hat vieles rasend schnell verändert. Das sonst so alltägliche Arbeiten musste neu gedacht werden: Viele Arbeitnehmer mussten von heute auf morgen ins Home-Office oder sind in Kurzarbeit. Dazu kommt der fehlende persönliche Kontakt mit Kollegen und Kolleginnen. Das ist anstrengend und macht es extrem schwer, Zusammenhalt und auch dauerhafte Freude am Arbeiten aufrechtzuerhalten. Mit unseren Angeboten wollen wir dem entgegenwirken.

Sie haben ein betriebliches Gesundheitsmanagement speziell auf die Corona-Krise zugeschnitten. Wie kam es dazu?

Eller: Wir alle haben die Veränderungen am eigenen Leib gespürt und wollten wissen: wie gehen andere damit um? Nach einer Arbeitgeberbefragung war klar, gerade auch in diesen besonderen Zeiten besteht Bedarf an betrieblichem Gesundheitsmanagement. Es war erstaunlich zu sehen, wie viele Rückmeldungen wir bekommen haben, besonders was das Thema mentale Gesundheit angeht. Wir merken es ja auch alle persönlich: je länger die Krise geht, desto anstrengender wird es. Wir leben schon fast ein Jahr mit dem Virus und niemand weiß genau, wie lange wir noch mit den Einschränkungen leben müssen. Ein Grund mehr, sich um seine mentale Gesundheit zu kümmern.
Daher haben wir versucht mit unseren Angeboten möglichst ganzheitlich zu denken und dort anzusetzen, wo es hakt. Von Stressabbau, über Hilfe in Suchtfragen bis hin zum Stärken von Zusammenhalt auf Abstand ist alles dabei.

Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der IKK 

Die IKK Südwest ist eine hervorragende Adresse für betriebliches Gesundheitsmanagement. Mithilfe von individueller Beratung durch ausgewiesene Experten:innen können Unternehmen maßgeschneiderte Maßnahmen für ihren Betrieb entwickeln, welche die Gesundheit der Mitarbeiter:innen nachhaltig verbessern. Neben den klassischen Maßnahmen hat die IKK Südwest im Zuge der Corona-Pandemie ihr Angebot um ein Corona-Spezial-Paket erweitert.

Weitere Infos zum Corona-Spezial-Paket gibt es hier: 

>>Zur Website<<

Weitere Infos rund um das Thema BGM gibt es hier:

>>Zur Website<<

Das Interview mit Prof. Dr. Jörg Loth und IKK Geschäftsführer Günter Eller sowie weitere Hintergrundinfos, spannende Interviews und Erfahrungsberichte zu betrieblichem Gesundheitsmanagement finden Sie in der Sonderbeilage.

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Foto: IKK Südwest

Kontakt:

IKK Südwest
Trierer Str. 4
66111 Saarbrücken

E-Mail: info@ikk-suedwest.de
Telefon: 06 81/38 76-1000
Fax: 06 81/38 76-2799
Website: www.bgm.ikk-suedwest.de

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Wenn der Küchentisch zur Schulbank wird- So können Familien die Herausforderungen der Pandemie meistern

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Trotz Corona-Krise ist Familie Langer noch enger zusammengewachsen Foto: privat

Büroarbeit, Haushalt und Schulbetreuung unter einem Hut

Christian Langer arbeitet mit seinem Garten- und Landschaftsbaubetrieb selbstständig. Seine Frau Aleksandra unterstützt ihn bei der Büroarbeit, ist Hausfrau und übernimmt weitestgehend die Betreuung der drei Kinder Felix, Jonas und Moritz.

Aleksandra Langer erinnert sich noch an den ersten Lockdown, als sie sich plötzlich in einer neuen Rolle wiederfand. Die Kita-Betreuung für den 6-jährigen Jonas sowie für den 4-jährigen Moritz fiel weg und der Schulunterricht für den 8-jährigen Felix fand zu Hause statt. Sie war nun Lehrerin, musste Felix nicht mehr nur bei den Hausaufgaben helfen, sondern unterrichtete ihn mit den Arbeitsunterlagen aus der  Schule auch in Mathe und Deutsch. Gleichzeitig wollten die beiden kleinen Kinder bespaßt werden, dazu die Büroarbeit und das Hauhaltshintergrundrauschen. Das nagte am Familienfrieden.

Tagesstruktur und klare Absprachen als Lösung

„Manchmal fühlte ich mich wie ein Dompteur in der Manege. Es gab viele Konflikte und Streit untereinander, weil wir fast rund um den Tag aufeinandersaßen. Wir haben oft geweint, keiner wusste, wie wir das alles bewältigen sollen, wir waren überfordert“, erinnert sich die 36-jährige Mutter.

Doch Aleksandra Langer ist keine Frau, die den Kopf in den Sand steckt. „Wir mussten uns als Familie neu organisieren, damit der erneute Lockdown nicht zu einer Zerreißprobe für uns wird.“ Also erarbeitete sie eine andere Tagesstruktur und es wurden klare Absprachen getroffen. Zwar gab es immer wieder mal Konflikte, beispielweise wenn sich die für sie eingeplante „Zeit-für-mich-haben“ verschob. Doch die Familie hat gelernt, sie ist in der Krise zusammengewachsen und darauf ist Aleksandra Langer zu Recht stolz: „Alle haben mehr Verantwortung übernommen, auch unsere Kinder. Die haben zum Beispiel Streitigkeiten nun oft untereinander geschlichtet und gesagt ‚Wir müssen zusammenhalten‘. Oder während ich mich um den Haushalt gekümmert habe, stand Felix plötzlich am Herd und hat für uns alle Rühreier gemacht.“

Kostenlose Unterstützung für Eltern, Schulen und Kitas

Sabrina Hunecker, Referentin für Gesundheitsförderung, kennt die Herausforderungen der Eltern, Pädagogen und Kinder: „Wir führen viele gesundheitsfördernde Projekte in Schulen und Kitas durch und sind hier in engem Kontakt mit den Beteiligten. Deshalb haben wir speziell für diese Zielgruppe kostenfreie Hilfsangebote geschaffen, um in dieser Situation zu unterstützen.“

Das praxisorientierte „Sonderprojekt Corona“ umfasst unter anderem eine von Psychologen betreute Hotline, Webinare mit Gelassenheitstraining und Achtsamkeitsübungen sowie eine Online-FallsupervisionSpeziell an Eltern richten sich Videos mit praktischen Tipps, wie sich Homeoffice und Homeschooling gut miteinander vereinbaren lassen. Und natürlich kommen auch die Kids mit Anregungen für Bewegungsübungen oder einem Workout-Stundenplan nicht zu kurz.

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Gesundheitsberaterin Sabrina Hunecker Foto: IKK Südwest

Sabrina Hunecker
Referentin für Gesundheitsförderung
Telefon: (06 81) 9 36 96-3040
E-Mail: sabrina.hunecker@ikk-sw.de
Website: www.bgm.ikk-suedwest.de

Weitere Infos zum Corona-Spezial-Paket gibt es hier: 

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Weitere Infos rund um das Thema BGM gibt es hier:

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Das Interview führte Jörg Huppert. Weitere Hintergrundinfos, spannende Interviews und Erfahrungsberichte zu betrieblichem Gesundheitsmanagement finden Sie in der Sonderbeilage.

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Foto: IKK Südwest

Kontakt:

IKK Südwest
Trierer Str. 4
66111 Saarbrücken

E-Mail: info@ikk-suedwest.de
Telefon: 06 81/38 76-1000
Fax: 06 81/38 76-2799
Website: www.bgm.ikk-suedwest.de

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Chance für Saar-Firmen: go-digital übernimmt Kosten für Shop oder Website

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Digital neue Geschäftsfelder erschließen: Ein Online-Shop kann zum Beispiel neue Kunden anlocken oder neue Absatzmärkte erschließen. Foto: Jenko Ataman

Wer aktuell in einem Geschäft einkaufen will, muss zuvor einen Termin vereinbaren. Mit einem digitalen Terminkalender auf einer mobilen Website ist dies spontan vor Ort möglich. Web-Adresse oder QR-Code an der Ladentür anbringen. Schon können Kunden spontan online ihren Terminslot buchen. Der Besuch ist sofort registriert, der Einkauf kann beginnen.

Die Corona-Krise hat Firmen vor Augen geführt, wie wichtig gute digitale Lösungen sind. Sei es die Online-Terminvergabe, ein Shop, eine informative Website oder ein guter Socialmedia-Auftritt. Damit gelingt es Unternehmen, mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben, Abhol-, Lieferdienste oder Click & Collect zu organisieren und Präsenz zu zeigen.

Mehr Infos zur Förderung

Das Bundeswirtschaftsministerium greift Firmen bei diesen Investitionen unter die Arme. Das Programm go-digital fördert Projekte mit bis zu 50 Prozent der Gesamtsumme. Maximal übernimmt das Ministerium 16.500 Euro.

Im Mittelpunkt von go-digital stehen kleine und mittlere Unternehmen, die jetzt wichtige Digitalisierungsschritte gehen müssen: Die Firmen dürfen maximal 99 Mitarbeiter und nicht mehr als 20 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr erzielt haben.

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Beliebter Service: Kunden schätzen die Möglichkeit Termine direkt online buchen zu können. Foto: ra2 studio

Wie können Unternehmen im Saarland profitieren?

Was können Unternehmen im Saarland tun, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten? Klar ist: Viele müssen digital nachlegen. Ihre Präsenz verbessern, neue Wege gehen. Corona hat vieles beschleunigt. go-digital fördert diese Investitionen.

Mehr Infos zur Förderung

Kunden binden: Eine professionelle Website, ein Shop oder digitales Marketing helfen dabei, mit Kunden in Kontakt zu bleiben. Das sichert langfristig Umsatz.

Neue Kunden gewinnen: 90 Prozent der Kunden in den kaufrelevanten Zielgruppen informieren sich vor einer Kaufentscheidung oder einer Anbietersuche zuerst digital. Eine gut gemachte Website dient hier als wichtiger Erstkontakt.

Konkurrenzfähig bleiben: Für lokale Händler gilt: Attraktiv bleiben, auf sich aufmerksam machen. Online-Marketing, zum Beispiel über Google und Facebook, ist deutlich günstiger und meist effizienter als klassische Werbemaßnahmen.

Förderung für Shop, Website, Marketing

Für die digitale Markterschließung ist im Saarland die Agentur N49 qualifiziert. Die Experten für Webdesign und digitales Marketing sitzen in der Saarbrücker Gutenbergstraße.

Mehr Infos zur Förderung 

"Beratungstermine finden aktuell vor allem unkompliziert per Videokonferenz statt", sagt Christian Lauer, Chef der Digitalagentur. Termine können ganz unkompliziert über die Website gebucht werden. "Die Erstberatung ist selbstverständlich kostenlos", sagt Christian Lauer. "Nach 30 Minuten können wir sagen, ob eine Förderung durch das go-digital-Programm möglich ist und in welche Richtung es gehen kann." Damit möglichst viele Saar-Unternehmen die Chance haben, das Förderprogramm zu nutzen, hat N49 kürzlich auch im Rahmen eines Webinars bei IHK Rgional über go-digital informiert.

Das go-digital-Programm fördert den Aufbau einer professionellen Website, die Einführung eines Online-Shops, Digitales Marketing (z.B. Google, Facebook, Socialmedia etc.) sowie die Entwicklung einer grundsätzlichen Online-Marketing-Strategie.

Mehr als 100 Unternehmen bisher beraten

Seit Januar hat die Saarbrücker Agentur rund 100 Unternehmen zu go-digital beraten. Zu den Kunden der Saarbrücker Agentur gehören kleinere und mittlere Unternehmen, genauso wie saarländische Städte und Gemeinden, Verbände oder Ministerien.

"Wir analysieren gemeinsam mit unseren Kunden den Bedarf und definieren die Schritte für eine erfolgreiche, digitale Umsetzung", sagt Manuel Trutter. Er leitet die Digitalberatung bei N49. Insgesamt kümmern sich 35 Agenturmitarbeiterinnen und -mitarbeiter um die Kunden. "Digitalisierungsideen finden wir eigentlich immer", sagt Manuel Trutter, "wenn wir es schaffen, ein saarländisches Unternehmen ein Stück zukunftsfähiger zu machen, freut uns das besonders."

Mehr Infos zur Förderung 

Damit nicht nur Amazon & profitieren

In der aktuellen Krise profitieren aktuell die großen Online-Händler. Amazon hat kürzlich aktuelle Zahlen veröffentlicht: Der Gewinn von Amazon hat sich während der Corona-Krise verdoppelt. Kunden gewöhnen sich an die Vorteile des Online-Shoppings. 50% der Menschen haben im Jahr 2020 Produkte im Internet gekauft, die sie zuvor noch nie online kauften. Plötzlich liebgewonnene Gewohnheiten legen Kunden wahrscheinlich auch nach der Krise nicht mehr so leicht ab. Das sollte nicht so bleiben. Deshalb unterstützt go-digital insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. 

Kontakt:

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N49 Agentur für Konzept und Performance GmbH
Gutenbergstraße 11-23
66117 Saarbrücken

www.n49-beratung.de

hallo@n49.de
Tel. 0681 502-3633

Bürozeiten: Mo - Fr 9:00 - 17:00 Uhr

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Wachsen in der Krise: Über den souveränen Umgang mit Belastungssituationen

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Symbolfoto: Andrea Piacquadio/Pexels

Angst – dieses Gefühl kennt jeder Mensch. Grundsätzlich handelt es sich dabei sogar um ein menschliches Grundgefühl, das ursprünglich eine ganz normale (Schutz-) Reaktion auf Gefahr darstellt. Sie dient dem Menschen dazu,  sich auf drohende Gefahr einzustellen, sie auszuschalten oder ihr zu entkommen. Also grundsätzlich eine positive Beschaffenheit der menschlichen Psyche. Was aber, wenn eine unbegründete Angst überhand nimmt und unser Leben permanent bestimmt und negativ beeinflusst? Im schlimmsten Fall kann eine solche „Angststörung“ einen Menschen lähmen und ihm eher schaden als ihn zu schützen. Wenn dann noch erschwerende externe Faktoren hinzukommen, wie zum Beispiel die derzeitige Corona-Pandemie, können die Ängste zur  persönlichen Krise ausarten und unsere Gesundheit ernsthaft bedrohen.

Laut IKK Südwest-Vorstand Prof. Dr. Jörg Loth haben sich zum Höhepunkt der Corona-Pandemie im Saarland besonders viele Versicherte der IKK Südwest aufgrund psychischer Erkrankungen krankgemeldet. Angststörungen gehörten dabei zu den häufigsten Diagnosen: Im März und April waren laut Statistik  23 Prozent mehr Versicherte krankgeschrieben als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahres –  die Männer waren dabei in der Überzahl (fast 26 Prozent).

Angst vor Isolation und negativen wirtschaftlichen Folgen

„Der überdurchschnittlich starke Anstieg zeigt, dass die seelische Gesundheit der Saarländerinnen und Saarländer zum Höhepunkt der Corona-Krise stark gelitten hat. Ein Erklärungsansatz ist sicherlich, dass neben präventiven Krankmeldungen auch die psychische Belastung durch die Corona-Isolation und diverse Ängste, zum Beispiel vor einer Infektion und natürlich vor den individuellen wirtschaftlichen Folgen, hierzu beigetragen haben“, erklärt Loth. 

Das zeigt also klar, dass Krisen wesentlich zu Erkrankungen der Psyche beitragen. Zumal  auch die negativen Spätfolgen laut Prof. Dr. Loth nicht unterschätzt werden sollten: Seiner Erfahrung nach können sich aus nicht behandelten depressiven  Phasen  und Angststörungen oftmals langfristige psychische Erkrankungen entwickeln. Eine weitreichende Folge könne unter anderem die Entstehung einer Suchterkrankung sein. Vor diesem Hintergrund rät Loth deshalb Betroffenen dringend, einen Arzt oder Psychologen zu konsultieren und auch Termine, die aufgrund der Corona-Pandemie verschoben  wurden, zeitnah nachzuholen. „Es ist daher wichtig, dass die Männer und Frauen im Saarland, die im Zuge der Pandemie Ängste entwickelt haben, sich abgeschlagen fühlen oder auch weitere, für sie ungewöhnliche mentale Verstimmungen an sich beobachten, mit einem Arzt oder Psychologen darüber sprechen, um letztlich Spätfolgen zu vermeiden“, so Jörg Loth. 

Wie kann man die Ängste bekämpfen?

Betroffene können rechtzeitig wirkungsvolle Strategien entwickeln, um Ängste zu überwinden und Krisen oder Stresssituationen zu meistern. Je nachdem, welcher Typ Mensch der Betroffene, reagiert er oder sie in Krisensituationen unterschiedlich:

Der „Resiliente Typ“ (Resilienz = psychische Widerstandskraft) hat in seinem bisherigen Leben die Erfahrung gemacht, dass er mit Krisen gut umgehen und ein gesundes Selbstbewusstsein aufbauen konnte. An ihm perlen Stress und Krisen eher ab. Abstand gewinnt er durch Kompensation nach dem Motto: „Heute tue ich mir etwas Gutes“.

Der „Post-Traumatische-Wachstumstyp“ setzt sich einer Krise oder seinen Ängsten stärker aus. Er sieht darin eine Möglichkeit, persönliche Entwicklungsprozesse anzustoßen und auf diesem Weg sein Leben zu bereichern. Menschen mit diesem Reaktionsmuster entwickeln neue Stärken, entdecken für sich neue Möglichkeiten der Stressbewältigung. Für sie gilt: „Wachsen in der Krise“. Doch egal zu welchem der beiden Typen ein Mensch gehört: Das BGM-Corona-Paket der IKK Südwest hilft ihm dabei, seine persönlichen Superkräfte zu aktivieren und mental fit die Corona-Müdigkeit zu überwinden.

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Diplom-Psychologe Markus Schmitt Foto: Studio Articus & Röttgen Fotografie

BGM als sinnvolle Maßnahme für Unternehmen

„Wir wissen aus der Grundlagenforschung sowie aus eigenen Forschungen und Studien, dass in allen Menschen die außergewöhnliche Fähigkeit steckt, unter Stressbedingungen zu wachsen. Infolgedessen können Menschen, die Belastungssituationen bewältigt haben, messbar gesünder, leistungsfähiger und sogar deutlich glücklicher werden als Menschen, die eine vollkommen friedliche Zeit verlebt haben“ – das sagt Markus Schmitt Diplom-Psychologe und psychologischer Leiter des Eichenberg Instituts in Koblenz. In Zusammenarbeit mit dem Institut und Dr. Schmitt hat die IKK Südwest deshalb ein  BGM-Corona-Paket entwickelt, das speziell auf die veränderten Arbeits- und Lebensumstände zugeschnitten ist. Es umfasst unter anderem taktische Methoden und Tools zum souveränen Umgang mit Belastungssituationen. Das Miteinander im Team soll so gestärkt und individuelle Stressbewältigungsstrategien  entwickelt werden. Außerdem steht eine Coaching-Hotline für kurzfristige Hilfe und Beratung bereit. „Wir haben die Angebote so konzipiert, dass sie einzeln oder miteinander kombiniert in Anspruch genommen werden können. Die Tools sind abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer“, erläutert Markus Schmitt.

Weitere Hintergrundinfos, spannende Interviews und Erfahrungsberichte zu betrieblichem Gesundheitsmanagement finden Sie in der Sonderbeilage.

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Foto: IKK Südwest

Kontakt:

IKK Südwest
Trierer Str. 4
66111 Saarbrücken

E-Mail: info@ikk-suedwest.de
Telefon: 06 81/38 76-1000
Fax: 06 81/38 76-2799
Website: www.bgm.ikk-suedwest.de

 

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