Frau aus Trier fällt auf Betrüger rein: Polizei fahndet nach diesem Mann

In Trier waren wieder Betrüger mit der "Schockanruf"-Masche erfolgreich. Eine ältere Frau überreichte einem Mann tausende Euro. Jetzt sucht die Polizei mithilfe einer Beschreibung nach dem Kriminellen:
Ein Schockanruf in Trier war "erfolgreich". Symbolfotos: (links) dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand | (rechts) Pixabay
Ein Schockanruf in Trier war "erfolgreich". Symbolfotos: (links) dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand | (rechts) Pixabay

Schockanruf in Trier-Zewen war erfolgreich

Eine ältere Frau aus Trier-Zewen wurde am Dienstag (26. März 2024) Opfer der Betrugsmasche mit „Schockanrufen“. Gegen 12.45 Uhr wurde die Frau von einem vermeintlichen Polizisten angerufen. Dieser erzählte, dass ihr Sohn einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Wenn die Frau eine Kaution zahlt, könne sie die Untersuchungshaft abwenden. Für einen kurzen Moment sei außerdem eine weinende Frau am Telefon zu hören gewesen sein.

Völlig schockiert von dem Bericht des angeblichen Polizisten, kam die ältere Frau der Aufforderung nach. Gegen 13.30 Uhr übergab sie Wertgegenstände in fünfstelliger Höhe an ihrer eigenen Wohnung „Im Kirschgarten“ in Trier-Zewen an einen ihr unbekannten Mann.

Beschreibung des unbekannten Mannes:

Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:

  • circa 25 Jahre alt
  • schlanke Statur
  • etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß
  • schwarze, kurze Haare
  • Er trug einen blauen Pullover und blau/graue Jeans

Die Polizei sucht in diesem Fall nach Zeugen beziehungsweise Zeuginnen. Sollte jemand die Geldübergabe und den tatverdächtigen Mann beobachtet haben, wird um Kontaktaufnahme gebeten. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Trier unter der Telefonnummer (0651)97792290 entgegen.

Polizei warnt ausdrücklich vor diesen und ähnlichen Betrugsmaschen

Wiederholt warnt die Polizei vor der Betrugsmasche des sogenannten „Call-Center-Betrugs“:

  • „Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.“
  • „Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf.“
  • Kontaktieren Sie unmittelbar die von den Tätern benannten Kinder/Angehörigen.“
  • „Übergeben sie niemals Geld an unbekannte Personen.“
  • Ist die Geschichte wirklich plausibel? In Deutschland muss beispielsweise für lebensnotwendige medizinische Behandlungen oder zur Freilassung aus polizeilichem Gewahrsam niemals Geld vorgestreckt werden.
  • „Bei Zweifeln informieren Sie umgehend die Polizei. Wählen sie selbst den Notruf und nutzen Sie keine Rückruffunktion ihres Telefons.“

Und am wichtigsten: „Erzählen Sie insbesondere lebensälteren Angehörigen und Bekannten von der Betrugsmasche.“

Verwendete Quellen:
– Mitteilung Polizeipräsidium Trier vom 27. März 2024