Festival-Saison – so wird es umweltfreundlicher

Die Festival-Saison ist mitten im Gange. Da bei diesen Veranstaltungen jedoch immer viel Müll anfällt, hier ein paar Sachen, auf die man achten kann, damit die Festivals so umweltfreundlich wie möglich werden:
Über dem Gelände des Festivals “Rock am Ring“ geht die Sonne unter. Foto: picture alliance/dpa
Über dem Gelände des Festivals “Rock am Ring“ geht die Sonne unter. Foto: picture alliance/dpa

Ob Parookaville, Deichbrand oder Lollapalooza – wenn die Sonne hell strahlt und das ganze Wochenende im Zeichen der Musik steht, ist wieder Festivalsaison. Doch spätestens nach der Abreise verwandelt sich das Festivalgelände oft in ein Schlachtfeld. Zurück bleiben zerrissene Zelte, kaputte Campingstühle und Müllsäcke voll mit Bierdosen und Plastikbesteck. Doch es geht auch umweltfreundlicher – und: mit weniger Hinterlassenschaften.

Bereits die Anreise kann umweltfreundlich sein

Dabei beginnt die ökologische Belastung schon viel früher: bei der Anreise zum Festival. Feierfreudige kommen häufig aus ganz Deutschland oder sogar aus dem Ausland angereist. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) rät, der Umwelt zuliebe öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder Fahrgemeinschaften zu gründen.

Mehrweggeschirr, Taschenaschenbecher und Kosmetika

Mit im Gepäck haben viele Gäste zumindest einen Teil ihrer Verpflegung. Dadurch fällt häufig Verpackungsmüll, mitunter auch Einweggeschirr an. Besonders die Einwegverpackungen und -produkte sind Janine Korduan von der Umweltschutzorganisation BUND ein Dorn im Auge. „Die verwendeten Materialien sind alle unterschiedlich schädlich“, sagt sie. Besser: wiederverwendbares Geschirr und Besteck mitbringen.

Und nach dem Essen eine rauchen? Für zurückbleibende Zigarettenstummel eignet sich ein Taschenaschenbecher, damit diese nicht achtlos auf dem Boden landen. Aufgepasst auch bei der Verwendung von E-Zigaretten: Diese lassen sich laut BUND nur schwer recyceln oder werden im Restmüll verbrannt.

Beim Thema Körperpflege sollte darauf geachtet werden, dass sie frei von Mikroplastik ist – das gilt auch für Sonnencreme oder Festival-Glitzer. Mithilfe der Toxfox-App des BUND können Kosmetika und Alltagsprodukte einfach auf Schadstoffe überprüft werden. So gelangen schädliche Stoffe nicht in die Wassersysteme oder den Boden vor Ort.

Wer feiert, kann auch aufräumen

„Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“, heißt es vom VKU. Wo er sich nicht vermeiden lässt, kommt es zumindest auf die richtige Müllentsorgung an. In die gelbe Wertstofftonne gehören pfandfreie Getränkedosen, Plastikbecher und -teller von Imbissständen, ebenso wie die Einwegverpackungen von Snacks. Noch verpackte Lebensmittel werden in der Restmülltonne entsorgt. Pfandfreie Glasflaschen gehören nach Farbe sortiert in die jeweiligen Glascontainer.

Wo doch Einweggeschirr zum Einsatz kommt, ist auch dieses fachgerecht zu entsorgen. Beschichtetes Pappgeschirr sowie gebrauchte Papierservietten und Tischtücher gehören in den Restmüll. Andere Verpackungen aus Pappe und Schriftzüge mit Botschaften an die Bands gehören in die Altpapiertonne.

Deutsche Presse Agentur