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Facebook-Chef Zuckerberg räumt nach Daten-Skandal Fehler ein

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: «Wir haben die Verantwortung, Ihre Daten zu schützen - und wenn wir dies nicht können, verdienen wir es nicht, Ihnen zu dienen.» Foto: Marcio Jose Sanchez/AP

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: «Wir haben die Verantwortung, Ihre Daten zu schützen - und wenn wir dies nicht können, verdienen wir es nicht, Ihnen zu dienen.» Foto: Marcio Jose Sanchez/AP

Menlo Park (dpa) - Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat im Skandal um den Missbrauch von Nutzerdaten durch die Firma Cambridge Analytica Fehler eingeräumt.

Das Vertrauen der Nutzer, die ihre Daten dem Online-Netzwerk anvertrauen und erwarten, dass sie sicher sind, sei verletzt worden, schrieb Zuckerberg in einer ersten Reaktion auf die seit dem Wochenende bekannten Enthüllungen. «Ich habe Facebook gestartet und am Ende des Tages trage ich die Verantwortung dafür, was auf unserer Plattform geschieht.» Zugleich enthielt der lange Beitrag des Facebook-Chefs keine ausdrückliche Entschuldigung.

Zuckerberg verwies darauf, dass die Analyse-Firma Cambridge Analytica,

Der Facebook-Chef versprach, die Nutzerdaten besser zu schützen. Ein Großteil der von ihm dafür angekündigten Maßnahmen zielt darauf, den Zugriff von App-Entwicklern einzuschränken. So sollen Facebook-Apps, die man drei Monate lang nicht genutzt hat, automatisch die Zugangsberechtigung verlieren.

Das Netzwerk habe die Software-Schnittstellen, über die der britische Professor auch an Informationen wie die Interessen der Facebook-Freunde von Umfrage-Teilnehmern gekommen war, eigentlich bereits 2014 gekappt. Das sei der wichtigste Schritt gewesen, um eine Wiederholung des Datenmissbrauchs zu verhindern. Nun sollen aber unter anderem besonders datenhungrige Apps aus dieser Zeit darauf durchleuchtet werden, ob sie sich an die Datenschutz-Bestimmungen halten. Entwickler, die keiner Überprüfung zustimmen, sollen von der Plattform verbannt werden. Cambridge Analytica hatte Facebook bereits am Wochenende rausgeworfen.

Insgesamt schlug Zuckerberg einen demütigen Ton an: «Wir haben die Verantwortung, Ihre Daten zu schützen - und wenn wir dies nicht können, verdienen wir es nicht, Ihnen zu dienen.» Die Kontroverse hatte Facebook die heftigste Kritik seit Jahren gebracht. Politiker in den USA und Europa fordern härtere Regeln für den Datenschutz bei Online-Plattformen, auf Twitter macht der Hashtag «#deletefacebook» (lösche Facebook) die Runde. Das tagelange Schweigen Zuckerbergs in dieser Krise stieß auf viel Unverständnis.

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