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Regierung stellt Schutz für Mafia-Kritiker Saviano in Frage

Der Schriftsteller Roberto Saviano wurde mit seinem Buch «Gomorrha» über die Mafia in Neapel auch international bekannt und erhielt Todesdrohungen. Foto: Matteo Bazzi/Archiv

Der Schriftsteller Roberto Saviano wurde mit seinem Buch «Gomorrha» über die Mafia in Neapel auch international bekannt und erhielt Todesdrohungen. Foto: Matteo Bazzi/Archiv

Rom (dpa) - Die neue Regierung in Italien stellt den Personenschutz für den Anti-Mafia-Autor Roberto Saviano («Gomorrha») in Frage. Innenminister Matteo Salvini, Chef der fremdenfeindlichen Lega, kündigte an, die zuständigen Stellen würden den Schutz auf den Prüfstand stellen.

Der Schriftsteller Saviano wurde mit seinem Buch «Gomorrha» über die Mafia in Neapel auch international bekannt und erhielt Todesdrohungen. Er kritisierte aber auch die rechten und fremdenfeindlichen Strömungen in Italien und setzt sich für Migranten ein, die Salvini aus dem Land werfen will.

«Statt gegen die Mafia vorzugehen, droht Innenminister Matteo Salvini denen, die von ihr erzählen, sie zum Schweigen zu bringen», erklärte Saviano am Donnerstag auf Twitter und Facebook. Salvini sei ein «Trottel» und der «Minister der Unterwelt», der mit Lügen und Drohungen Propaganda mache.

Salvini hatte in einer TV-Show gesagt, dass Saviano (38) viel im Ausland sei und dass generell geprüft werden müsse, wofür das «Geld der Italiener» ausgegeben werde.

Salvinis Aussagen, Italienisch

Saviano auf Facebook, Italienisch

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