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Kleintransporter rast in Menschenmenge - drei Tote

Einsatzfahrzeuge der Polizei in der Innenstadt von Münster. Foto: dpa

Einsatzfahrzeuge der Polizei in der Innenstadt von Münster. Foto: dpa

In Münster sind am Samstag mindestens drei Menschen gestorben, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge raste. Die Polizei in Münster spricht von etwa 30 Verletzten. Zur Zahl der Toten könne er noch keine gesicherten Angaben machen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Täter habe sich nach der Tat selbst getötet, teilte die Polizei mit. Die Lage sei weiter unübersichtlich, hieß es bei Twitter. Und weiter: "Bitte keine Spekulationen." Der Hintergrund des Vorfalls blieb zunächst unklar.

Die Beamten riefen die Bevölkerung am Nachmittag zu besonnenem Handeln auf. Es gebe einen Großeinsatz an der Gaststätte Kiepenkerl. "Bitte den Bereich um den Kiepenkerl meiden. Wir sind vor Ort." Wenig später ergänzte sie: "Bitte auch den weiträumigen Innenstadtbereich verlassen, damit die Rettungskräfte in Ruhe arbeiten können."

Die Polizei Münster bezeichnet Berichte über einen weiteren Täter, der noch auf der Flucht sein könnte, als Spekulation. Man stehe noch ganz am Anfang der Ermittlungen, sagte eine Sprecherin der Polizei am Samstag. Mehrere Medien berichteten, die Einsatzkräfte suchten in Münster nach einem zweiten Täter. Auf Twitter schrieb die Polizei: "Bitte unterlasst die Spekulationen." Und: "Das Verbreiten von Gerüchten hilft uns nicht."

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte, die Bundesregierung sei informiert. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Zu Detailfragen gab es zunächst keine Informationen.

Die Bundesregierung hat den Opfern von Münster und ihren Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen. "Furchtbare Nachrichten aus Münster", schrieb die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer auf Twitter. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen." Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) dankte auf Twitter den Rettungskräften vor Ort. "Müssen alles tun, um Hintergründe der Tat aufzuklären", schrieb sie.

Die "Westfälischen Nachrichten" berichteten unter Berufung auf die Polizei, dass ein Auto in eine Gruppe sitzender Personen gefahren sei. Drei Menschen seien ums Leben gekommen - unter ihnen sei auch der Fahrer des Wagens. Feuerwehr, Rettungs- und Einsatzwagen der Polizei seien in der Innenstadt unterwegs.

Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster mit ihren vielen schmalen Gassen. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft zahlreiche Menschen im Freien. Das Fahrzeug habe eine kleinere Gruppe Menschen erfasst, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Münster. Auf Twitter bat die Polizei, keine Spekulationen über den Vorfall anzustellen. Die Lage sei weiter unübersichtlich. "Bitte meidet den Bereich der Innenstadt", schrieb die Polizei.

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