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Sechs Prozent mehr Schutzsuchende in Deutschland

Ein Schild mit der Aufschrift «Asyl». Foto: Uli Deck/Archiv

Ein Schild mit der Aufschrift «Asyl». Foto: Uli Deck/Archiv

Wiesbaden (dpa) - Die Zahl der Menschen, die in Deutschland Schutz vor Krieg oder Verfolgung suchen, ist Ende vergangenen Jahres auf knapp 1,8 Millionen gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der im Ausländerzentralregister verzeichneten Schutzsuchenden um sechs Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Das seien 101.000 Menschen mehr als Ende 2017. Als Schutzsuchende gelten Ausländer, die sich unter Berufung auf humanitäre Gründe in Deutschland aufhalten.

Der Großteil aller Schutzsuchenden, nämlich 71 Prozent, ist den Angaben zufolge seit Anfang des Jahres 2014 nach Deutschland eingereist. Rund 1,3 Millionen Menschen hatten einen anerkannten Schutzstatus. Das war ein Anstieg um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl derjenigen, über deren Schutzstatus Ende 2018 noch nicht entschieden war, betrug 306.000 Menschen. Das waren 43.000 weniger als im Vorjahr und 269.000 weniger verglichen mit dem Höchststand Ende 2016.

Ursache dafür dürften sowohl die Abarbeitung bestehender Asylverfahren als auch die weiterhin rückläufige Zahl neuer Asylanträge sein, hieß es. Einen Anstieg von Schutzsuchenden mit offenem Status gab es hingegen aus der Türkei von 10.000 auf 14.000 und aus dem Iran von 18.000 auf 21.000.

Statistisches Bundesamt zu Schutzsuchenden

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