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Änderungen beim CFD Handel durch ESMA Regelungen

Anfangs waren sie noch eine Besonderheit, die den Anlegern großartige neue Möglichkeiten versprachen. In letzter Zeit wurde dem CFD Handel aber auch ein relativ hohes Verlustrisiko angedichtet. Wenn man sich das allerdings genauer ansieht wird man feststellen das CFDs weitaus besser sind als gedacht. Daher kann es auch eine echte Alternative zum ursprünglichen Börsen- und Aktienhandel sein.

Was sind CFDs

Das Kürzel CFD steht für Contract for Difference und lässt sich ins deutsche mit Differenzkontrakte übersetzen. Es handelt sich beim CFD um sogenannte Derivate. Die Idee von CFDs stammt aus England und ist recht simpel. Dabei geht es darum das man für z.B. eine Aktie nur einen Bruchteil des tatsächlichen Wertes zahlt und dennoch kann der Kursgewinn vom Anleger gänzlich eingestrichen werden. Durch ihr einfaches Konstruktionsprinzip sind CFDs sehr leicht zu verstehen und ermöglichen den Anlegern mit wenig Kapital große Spekulationen zu tätigen. Das ist auch der Grund weshalb CFDs in den letzten 10-15 Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen haben.

Wie werden CFDs gehandelt?

Für den Handel mit CFDs brauch man einen Broker und eine spezielle Handelssoftware die auf den Handel mit CFDs ausgerichtet ist. Diese Software wird in der Regel vom jeweiligen Broker, entweder kostenlos oder gebührenpflichtig, zur Verfügung gestellt. Mit dieser Software kann der Anleger seine Positions-Order jederzeit öffnen oder auch schließen. Früher wurden diese telefonisch geöffnet oder auch geschlossen, dass ist heutzutage aber nicht mehr erforderlich. Es wird zwar von einigen Brokern immer noch angeboten aber von den Anlegern kaum noch genutzt. Der Vorteil liegt darin, dass die Anleger wesentlich besser ihre Positionen verfolgen und schneller auf Kursverläufe reagieren können.

Was ändert sich durch die ESMA Regelung?

Die ESMA ist die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde. Ihre Zuständigkeit liegt in der Regulierung der Finanzmärkte innerhalb der Europäischen Union und gehört zum europäischen Finanzaufsichtssystem.

Durch die neuen Regeln der ESMA die seit dem ersten August in Kraft getreten sind, wurden 5 wesentliche Änderungen eingeführt.

Initial-Margin-Schutz

Der Initial-Margin-Schutz betrifft den Hebel den man maximal nutzen kann beim Handel mit CFDs. Konnte man noch vor der ESMA Regelung noch Hebel bis 500:1 nutzen kann man von nun an nur noch Hebel von 30:1 nutzen. Das führt dazu, dass Anleger wesentlich höhere Margin (Sicherheitsleistungen) hinterlegen müssen wie vorher. Und das wirkt sich somit auf die Gewinnmöglichkeiten aus.

Diese Hebel dürfen für die jeweiligen Produktgruppen maximal genutzt werden:

Ø Hauptwährungspaare: Hebel 30:1

Ø Hauptindizes, Nebenwährungspaare, Gold: Hebel 20:1

Ø Rohstoffe (außer Gold), Nebenindizes: Hebel 10:1

Ø Bund: Hebel 5:1

Ø Aktien: Hebel 5:1

Ø Kryptowährungen: Hebel 2:1

Da der Hebel die Margin bestimmt die für jede Position hinterlegt werden muss bestimmt wird, bedeutet das, dass der Anleger der vorher mit einem Hebel von 100:1 gehandelt hat von nun an nur noch mit einem Hebel von höchstens 30:1 handeln kann. Bei einem CFD mit einem Gegenwert von 10.000 € heißt das, dass er nicht mehr 100 € Margin hinterlegen muss sondern 333,33 €.

Margin-Glattstellungsschutz

Durch den Margin-Glattstellungsschutz werden Positionen automatisch geschlossen, wenn der Wert der ursprünglichen Margin 50% unterschreitet.

Die ESMA wollte dieses eigentlich für jede Position geltend machen aber aufgrund einiger Kritiken hat die ESMA beschlossen den Margin-Glattstellungsschutz auf Einzelkontenbasis einzuführen. Das bedeutet, wenn ein Anleger mit 100 € handeln möchte muss er mindestens 200 € einzahlen. Denn wenn er nur 100 € einzahlt kann er insgesamt nur mit 50 € handeln.

Negativsaldoschutz

Der Negativsaldoschutz sagt nichts anderes aus als dass die Nachschusspflicht die einige Broker integriert haben, von nun an verboten ist. Für diejenigen die in Deutschland mit CFDs handeln ist das keine Änderung, denn in Deutschland ist die Nachschusspflicht bereits seit dem 10.08.17 verboten.

Risikowarnungen

Hinweise zum Risiko des Handelns mit CFDs findet man schon seit längerem auf den verschiedenen Seiten wo man Handeln kann. Mit der Regelung des Esma müssen die Anbieter von CFDs jetzt diese Hinweise einheitlich angeben. So sollte z.B. genau stehen wieviel Prozent der Kleinanleger Gelb bei dem jeweiligen Anbieter verlieren.

Verbot von monetären und nicht monetären Vorteilen

Bei dem Verbot monetärer und nicht monetärer Vorteile geht es um die Werbung die für den CFD Handel erstellt werden darf. Das beinhaltet vor allem die Handelsboni. Das heißt, dass die Anleger nicht mehr mit Geschenken, für die Einzahlung von bestimmten Geldbeträgen gelockt werden dürfen. Des Weiteren ist es auch nicht mehr erlaubt, den Anlegern Rabatte einzuräumen, wenn sie ein bestimmtes Handelsvolumen umgesetzt haben.

Fazit: Die ESMA Vorgaben schützen die Kleinanleger

Das Risiko wurde durch die Esma Vorgaben für Kleinanleger verringert, allerdings kommt es so auch das wesentlich mehr Geld investiert werden muss, da die Anzahl der Hebel reguliert wurden und so der Anleger ein höheres Handelsvolumen nutzen muss. Dadurch das die Nachschusspflicht nicht mehr erlaubt ist, können die Anleger nicht mehr verlieren, als wie bereits eingezahlt wurde.

 

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