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Hausbau statt Miete: Junge Familien profitieren von Förderung

Foto: Pixabay/CC0

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Die steigenden Immobilienpreise machen sich inzwischen auch auf dem Land bemerkbar. Die Bundesregierung hat jüngst mit dem sogenannten Baukindergeld entgegengesteuert. Wie junge Familien von der Förderung profitieren.

Baukindergeld soll Mietwahnsinn dämpfen

Rückwirkend zum 01. Januar 2018 erhalten Familien mit Kindern das sogenannte Baukindergeld. Konkret handelt es sich dabei um einen monatlichen Betrag von 1200 Euro pro Kind, über 10 Jahre hinweg. Insgesamt liegt der Betrag dann also bei 12000 Euro pro Kind. Das macht für die Finanzierung einer Immobilie je nach Preis schon recht viel aus. Natürlich ist das alles an ein paar Bedingungen geknüpft:

So wird die Förderung beantragt

Um die Förderung zu beantragen muss man Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählt unter anderem eine Einkommensgrenze von 75.000 Euro pro Jahr. Das bezieht sich auf das zu versteuernde Haushaltseinkommen. Diese Grenze erhöht sich pro Kind um 15.000 Euro.

Außerdem muss es sich bei der Immobilie um den Ersterwerb handeln und sie muss in Eigennutzung genutzt werden. Das heißt also, dass man das Baukindergeld nicht für die Finanzierungshilfe eines Investments nutzen kann.

Eine Flächenbegrenzung auf 120 Quadratmeter wurde zwar diskutiert, aber nicht festgesetzt. Dass es sich um einen Neubau oder einen Kauf von einer Immobilie handeln muss, sollte klar sein. Zur Unterstützung der Miete bekommt man die Förderung also nicht.

Beantragen kann man die Förderung laut der KfW allerdings noch nicht. Das liegt laut Aussage der KfW an noch nicht festgelegten Rahmenbedingungen. Potentielle Begünstigte sollten den Zeitpunkt aber nicht verpassen und sich regelmäßig erkundigen, denn die Beantragung ist nur bis 2020 möglich. So wird sichergestellt, dass das Budget von 2 Mrd. Euro nicht überschritten wird.

Welchen Effekt hat die Förderung

Zunächst einmal hilft die Förderung jungen und finanziell schwachen Familien, sich ein Eigenheim zuzulegen. So werden mit den Beträgen effektiv die Kosten gesenkt. Damit soll dem Mietwahnsinn entgegengewirkt werden. Allerdings ist der Betrag von 12000 Euro, der erst einmal nach viel klingt, eigentlich relativ klein. Auch die Staffelung von weiteren 12000 Euro je Kind ändert daran nichts. Denn auf 10 Jahre gerechnet (Inflation, Wertsteigerung der Immobilie, …) ist der Betrag effektiv deutlich geringer. Für Stadtwohnungen in einer Größe, als dass sie für eine Familie mit Kind annehmbar sind, reicht das bei weitem nicht. Vor allem nicht in begehrten Großstädten wie München, Berlin oder Hamburg, aber auch in kleineren Städten wie Karlsruhe oder Münster.

So wird das Baukindergeld zwar ein klein wenig zur Finanzierung beim Hausbau beitragen, im Großen und Ganzen wird sich an dem Mietwahnsinn und der damit verbundenen geographisch-sozialen Veränderung nichts ändern. Das zeigt auch die Tatsache, dass es bereits vor dem Baukindergeld eine entsprechende Förderung gab: Die sogenannte Eigenheimzulage.

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