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Sofortkredite unterliegen gesetzlichen Widerrufsrecht

Verbraucher sind in Europa bei Vertragsabschlüssen gesetzlich geschützt. Dieses Widerrufsrecht ist in Deutschland zum Beispiel in Paragraph 355 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) für Verbraucherverträge definiert. Dieses Recht können Konsumenten auch bei Krediten in Anspruch nehmen, die sie nach der Bewilligung und Auszahlung nicht mehr nutzen wollen.

Diese Regelung gilt auch für sogenannten Sofortkredite. Die Besonderheit dieser Darlehen liegt darin, dass zwischen Beantragung und Auszahlung oftmals nur wenige Stunden liegen. Wer dringend Geld benötigt, um eine wichtige Reparatur zu bezahlen, kann auf diese meist online abgeschlossenen Ratenkredite zurückgreifen. Doch aus rechtlicher Sicht ist es irrelevant, ob das Prozedere der Kreditvergabe mehrere Tage erfordert oder innerhalb eines Werktags abgewickelt wird. Es gelten immer die gleichen Regeln für Verbraucherverträge. Allerdings ist das Widerrufsrecht an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

Diese Fakten müssen für einen erfolgreichen Widerruf eines Sofortkredits gegeben sein

Kreditnehmer, die einen Sofortkredit widerrufen wollen, können sich direkt auf den Paragraphen 355 des BGB berufen. Demnach gilt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen und zwar nur dann, wenn der Kreditvertrag zur privaten Nutzung dient, die aufgenommene Kreditsumme 200 Euro oder mehr beträgt und wenn die Laufzeit des Kredits länger als ein Quartal beträgt.

Die 14-Tages-Frist gilt ab dem Zeitpunkt, ab welchem der Kreditvertrag unterschrieben abgeschickt wurde. Maßgeblich ist dabei der Poststempel. Der Widerruf selbst muss nicht begründet werden. Wichtig ist jedoch, dass er dem Vertragspartner, also der Bank, in schriftlicher Form zugeht.

Ist das Geld des Kredits bereits ausgezahlt, sind Kreditnehmer verpflichtet, die überwiesene Summe innerhalb von 14 Tagen nach dem Widerruf an die Bank zurückzuzahlen. Das ist wichtig, weil der Widerruf selbst ungültig werden kann, wenn nicht der Komplettbetrag des Darlehens zurückerstattet wurde.

Das Recht auf Widerruf gilt übrigens ganze 30 Tage, wenn der Kreditvertrag nicht alle erforderlichen Angaben enthält wie zum Beispiel alle mit dem Kredit verbundenen Kosten. Ebenso muss der Vertrag den Hinweis auf ein mögliches Widerrufsrecht enthalten.

Widerrufsmöglichkeiten bei Geschäftskunden eingeschränkt

 Während private Verbraucherverträge in der Regel immer innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden können, gilt diese Regelung nicht für geschäftlich genutzte Darlehen. Das sollten vor allem Selbständige oder Freiberufler berücksichtigen, wenn sie ein Darlehen abschließen. Meist kommen dann gesonderte Rahmenbedingungen zur Anwendung, die aber im Vorfeld bei der Bank erfragt werden können. 

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