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Solidarität kennt einen Namen: FC Hertha Wiesbach

So rasch wie möglich soll es zu einem Benefizspiel zwischen dem FV Eppelborn und dem FC Hertha Wiesbach kommen. Der Hintergrund: Bei den schweren Unwettern vor Kurzem ist der gesamte Fußballplatz des FV Eppelborn komplett zerstört worden. Wann die Begegnung zugunsten des Illtalstadtions des FV Eppelborn stattfinden soll, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest; Beide Vereinsvorstände arbeiten daran und werden den Termin so rasch als möglich bekanntgeben. Die Begegnung soll im proWIN-Stadion in Wiesbach stattfinden und der Wiederherstellung bzw. Neuerrichtung des Eppelborner Fußballplatzes dienen, wozu sämtliche Erlöse aus der Veranstaltung verwendet werden sollen. Aber nicht nur die Fußballer engagieren sich für die von der Flutkatastrophe Geschädigten, zumal nicht nur der Fußballplatz in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Der Rotary-Club Eppelborn-Illtal ebenso wie der Theater-Verein Bubach, ein weiterer Ortsteil der Gemeinde, haben Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset bereits namhafte Schecks übergeben.

Hier fühlten sich schon die alten Römer wohl

Eppelborn mit seinem modernen Kultur- und Kongresszentrum "big Eppel" und sein Ortsteil Wiesbach liegen genau im Herzen des Saarlands, "dort, wo die Kartoffelchips wachsen". Die Gesamtgemeinde hat knapp 18.000 Einwohner, von denen fast 3.900 in Wiesbach leben. Das Dorf hat eine lange Geschichte. Der Ortsteil feiert in diesem Jahr sein 800-jähriges Bestehen, nachdem er im Jahr 1218 erstmals urkundlich erwähnt worden ist. Aus diesem Anlass ist auch ein Buch „Wiesbach – Geschichte eines saarländischen Dorfes“ erschienen, das im Mai der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Insgesamt geht die Geschichte Wiesbachs viel weiter zurück als bis zu dieser ersten offiziellen Erwähnung. Zahlreiche Funde belegen, dass die Gegend schon zur Zeit der Hochblüte des Römerreiches besiedelt war. Unter anderem wurden Ruinen gefunden, die zeigen, dass hier ein hochgestellter römischer Edelmann gewohnt hat, von dessen Wohnsitz zahlreiche Überreste freigelegt wurden. Viele Gold- und sonstigen Schätze runden das Bild der römischen Besiedelung ab.

Andere als Regenfluten überrollten das Land

Nach dem Ende der Römerzeit hat die Region dennoch nie ihre Attraktivität verloren. Die Äbte der nicht weit von Eppelborn gelegenen Abtey Tholey haben sich immer gerne hier erholt. Diese Abtey wurde vermutlich Anfang des 7. Jahrhunderts in den Ruinen einer römischen Badeanlage errichtet. Die erste mönchische Gemeinschaft dürfte sich noch am kolumbanischen Vorbild orientiert haben. Wenig später wurde ein Benediktinerkloster daraus, das bis heute der Beuroner Kongregation angehört. Seit dem Dreißigjährigen Krieg rollten andere als Regenfluten über das Land und damit auch über Eppelborn und seine Nachbardörfer. Für Tholey kam spätestens mit Napoleon die 'endgültige' Zerstörung, die erst im 20. Jahrhundert von Papst Pius XII rückgängig gemacht wurde.

Die neue Zeit kennt neue Herausforderungen

Das 21. Jahrhundert hat bekanntlich seine eigenen Herausforderungen. Um eine moderne Gemeinde wie Eppelborn mitsamt seinen Ortsteilen am Leben und Funktionieren zu erhalten, bedarf es zum Beispiel selbst im Kleinen einer modernen Wirtschaftspolitik, welche die Gemeinde auch engagiert angeht. Wirtschaftsförderprogramme und die Bereitstellung von Gewerbegebieten mit zeitgemäßer Infrastruktur sind notwendig, so dass sich Firmen wie etwa  stempelfactory.de und avando hier guten Gewissens niederlassen konnten und können, zumal auch auf eine gute Verkehrsanbindung geachtet worden ist. 

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