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Stromkosten senken - so bleibt mehr Geld im Portemonnaie

Stromkosten sind ein großer Posten im regelmäßigen Budget. Doch wie lassen sich diese Kosten senken? Abbildung: @ markusspiske (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Stromkosten sind ein großer Posten im regelmäßigen Budget. Doch wie lassen sich diese Kosten senken? Abbildung: @ markusspiske (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Nicht auf Strom verzichten zu wollen, bedeutet aber ebenfalls nicht, den Stromkosten völlig wehrlos ausgeliefert zu sein. Es ist möglich und machbar, die Stromkosten effektiv zu senken und sich selbst ein wenig Entspannung im Geldbeutel zu schaffen. Was Verbraucher machen können und welche Möglichkeiten allgemein bestehen, zeigt dieser Artikel.

Günstigen Anbieter wählen

Das ist die Option, um dauerhaft günstigere Beiträge zu zahlen. Wer seinen Stromanbieter regelmäßig in der Vergangenheit gewechselt hat, der wird nur noch geringe Beträge sparen, wer jedoch bereits seit vielen Jahren bei ein und demselben Stromanbieter ist und nie in einen anderen Tarif wechselte, der kann im Jahr dreistellige Summen einsparen. Das liegt zumeist daran, dass diese Tarife selten zugunsten des Kunden angepasst werden und noch aus Zeiten stammen, in denen ganz andere Summen berechnet wurden. Zudem sind das häufig Verträge, die den Grundtarif der Grundversorgung beinhalten. Da die Grundversorgung überwiegend nur noch als Notversorgung gilt, damit ein Haus stets Strom hat, sind die Kosten allgemein teurer. Wer nun wechselt, der kann die Kosten senken. Doch beim Anbieterwechsel sollten einige Punkte beachtet werden:

- Vergleichen - zuerst müssen die möglichen Tarife herausgefunden werden. Dies geht zum Beispiel über den Anbieter- und Stromvergleich von stromvergleich.de. Über die getätigten Angaben gleicht der Rechner nun die im Internet zugänglichen Tarife ab und listet sie auf.

- Angaben - bei ihnen muss der Verbraucher aufpassen. In der Regel muss der geschätzte Jahresverbrauch angegeben werden. Dieser sollte ungefähr passen und keinesfalls zu geringgeschätzt werden.

- Prüfen - werden die möglichen Tarife aufgelistet, müssen sie geprüft werden. Es ist wichtig zu schauen, wie ein Bonus verrechnet wird. Erhält der Kunde ihn erst nach zwölf Monaten ausgezahlt oder wird er monatlich mit den Beiträgen verrechnet?

- Laufzeiten/Kündigung - Stromverträge sollten möglichst leicht zu kündigen sein. Eine Kündigungsfrist von einem Monat ist absolut ausreichend. Die Laufzeit hingegen sollte nicht über ein Jahr hinausgehen. Längere Verträge sind oft tatsächlich nicht vorzeitig kündbar und bieten zudem das Problem, das der Bonus erst nach der Laufzeit oder bei einer eventuellen Verlängerung ausbezahlt wird.

- Zahlung - Stromkosten werden stets im Voraus bezahlt - doch sollte diese Zahlung allerhöchstens für drei Monate gelten. Besser sind monatlich zahlbare Vorauszahlungen. Erwartet ein Anbieter, dass gleich die Jahressumme im Voraus beglichen werden soll, ist es besser, von diesem Vertrag abzusehen. Zum einen verliert der Kunde das Geld, wenn der Anbieter in Konkurs geht, zum anderen ist es oft auch ein Gerenne, bis das Geld im Falle einer Kündigung zurückbezahlt wird.

Wirklich schief kann bei einem Stromanbieterwechsel nichts gehen. In diesem Punkt kommt nämlich wieder die Grundversorgung zum Tragen. Sollte der alte Vertrag enden und der neue erst zwei Wochen später beginnen, übernimmt die Grundversorgung diese vierzehn Tage. Der verbrauchte Strom wird freilich in Rechnung gestellt, doch gehen zumindest nicht die Lichter aus.

Weniger Strom verbrauchen

Natürlich lässt es sich immer so einfach sagen, dass die Stromkosten zu senken seien, indem schlichtweg weniger Strom verbraucht wird. Begleitet wird dieser Ratschlag mit der Empfehlung, die Elektrogeräte auszutauschen und auf sparsame Modelle zu setzen. Falsch sind beide Hinweise nicht. Nur ist es so, dass die meisten Menschen, die ihre Stromkosten senken wollen, dies machen, weil sie eben wenig Geld haben. Und wer kann sich einen Herd, Kühlschrank, die Waschmaschine und vielleicht den Trockner mal eben aus dem Ärmel schütteln? Die wenigsten Menschen. Dennoch ist es möglich, weniger Strom zu verbrauchen:

- Achtsamkeit - der erste Schritt ist ein achtsamer Gang durch das Haus oder durch die Wohnung. Dabei wird darauf geachtet, welche Geräte vorhanden sind und welche davon laufen. Oftmals ist das Ergebnis, dass Elektrogeräte nicht ausgestellt werden oder ständig auf Stand-by laufen.

- Stand-by - sicherlich können einige Elektrogeräte heute nicht mehr ausgestellt werden. Den Router vom Strom zu klemmen, wenn an ihm auch das Telefon hängt, ist nun mal nicht förderlich. TV-Geräte, BluRay-Player, der Kaffeeautomat, der ständig das Wasser auf Temperatur hält - das sind alles Geräte, die Strom ziehen, wenn sie es nicht müssten. Gibt es keinen echten Aus-Schalter, sollten sie an eine abklemmbare Steckdosenleiste gehangen werden.

- Lampen - auch das Umstellen auf stromsparende Beleuchtung hilft dauerhaft, Kosten zu sparen.

- Ersatz - sobald ein Elektrogerät defekt ist, wird es ausgetauscht. Hier gilt, ein Modell mit möglichst hoher Energiesparklasse zu kaufen.

Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden

Dieser Punkt trifft natürlich immer dann zu, wenn ohnehin neue Geräte angeschafft werden. Die Hersteller sind verpflichtet, den Energieverbrauch ihrer Geräte anzugeben und Verbraucher können sich an dem Energiesparlabel orientieren. Doch genügt das allein nicht aus, um ein Gerät zu erhalten, welches im eigenen Haushalt spart. Auch der eigene Umgang und die eigenen Bedürfnisse müssen mitberücksichtigt werden. So kann für einen Zweipersonenhaushalt ein Kühlschrank mit dem Label A++ sinnvoller sein, wenn der Kühlschrank platztechnisch günstiger aufgebaut ist. Denn ist der Kühlschrank zu groß und aus diesem Grund stets leer, verbraucht er zur Kühlung trotz besserem Label mehr Strom als ein kleineres Gerät, wessen Label eine Klasse tiefer ist. Das Prinzip gilt auch für Waschmaschinen. Zu große Trommeln, die ständig mit halber Füllung laufen, sind für einzelne Haushalte weniger sparsam als kleinere Waschmaschinen mit einem minderwertigeren Label.

Fazit - am Strom kann gespart werden

Das Wichtigste ist, den Stromanbieter regelmäßig zu überprüfen und zu schauen, ob andere Anbieter keine günstigeren Tarife bieten. Doch auch im eigenen Heim lässt sich sparen. Lichter müssen nicht ständig brennen und Geräte können durchaus vollständig abgeschaltet werden. Beim Kauf neuer Elektrogeräte hingegen heißt es, sich nicht allein von der Auszeichnung blenden zu lassen, sondern zu schauen, inwieweit das Gerät mit dem eigenen Bedarf übereinstimmt.

© WhatsBroadcast
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