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Umweltfreundliches, essbares Verpackungsmaterial wird entwickelt, um die Plastikmüllproduktion zu minimieren

Foto: kakuko@pixabay.com

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Das Material wird aus Nordseealgen gewonnen, wobei aktuell nur Fasern einer bestimmten Art genutzt werden. Ziel des Projekts, das auch vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziell unterstützt wird, ist es, aus Algenfasern Verpackungen herzustellen, die Produkte aus Plastik in voller Funktionalität ersetzen können. Das Mak-Pak genannte Material soll zunächst in der Lieferindustrie eingesetzt werden und die Verpackungen für Imbisse und warme Gerichte, die auf der Straße gekauft oder ausgeliefert werden, ersetzen. Um die beste Funktionalität und das attraktivste Design zu erreichen, hat sich die Forschergruppe mit der Fast- Food-Kette Nordsee zusammengeschlossen, deren Mitarbeiter nicht nur bei der Herstellung des Produkts helfen. Die Kette wird auch die Erste sein, die die Materialen in der Anwendung auf Marktreife testen wird.

Das Forschungsprojekt wird von Experten weltweit genau beobachtet, da es an einem sehr großen und aktuellen Problem arbeitet: die Vermeidung von Plastikmüll. Aktuell werden jä hrlich deutlich mehr als 400 Millionen Tonnen Plastik produziert. Dabei werden aktuell nur 10 Prozent des Plastikmülls recycelt. Weitere 10 Prozent werden verbrannt und der Rest gelangt ungefiltert in die Umwelt. Früher oder später wird dieser Müll in die Ozeane der Welt geschwemmt und gelangt dadurch in unsere Nahrungskette. Ein alarmierendes Beispiel für die Verschmutzung der Meere ist der große Pazifikmüllstrudel, ein Bereich mit hoher Müllkonzentration, der inzwischen die Ausmaße Mitteleuropas einnimmt. Viele Gesetzte und Projekte setzen aktuell bei dem Problem an. So ist das Verbot von Plastiktüten ein großer Schritt in die richtige Richtung gewesen.

Ist das Projekt erfolgreich, werden bald Bestellungen am Straßenimbiss oder bei Lieferdiensten, wie Pizza.de, mit dem sich Nordsee zusammengeschlossen hat um das Liefererlebnis der Kunden weiter zu verbessern, schon sehr bald in umweltfreundlicher Verpackung ausgeliefert. Dies würde einen großen Fortschritt bedeuten, da der Lieferservice boomt und davon auszugehen ist, dass in Zukunft noch mehr über diese Onlinelieferdienste bestellt wird.

Die Forscher sind sich aber bewusst, dass sie noch einige Hürden vor der Marktreife zu nehmen haben. So äußerte sich eine am Projekt beteiligte Wissenschaftlerin des Alfred Wegener Instituts, dass das Ziel sei, die komplette Alge und nicht nur eine Extraktion der Pflanze zu nutzen. Andere kleinere und größere Probleme scheinen so gut wie gelöst und es sind alle hoffnungsvoll, dass schon bald die ersten Tests auf Marktreife unternommen werden können.

© WhatsBroadcast
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