Saarland. Wegen einer Radsportveranstaltung kommt es auf dem Saargau in den Ortschaften Ittersdorf, Düren, Kerlingen, Ledingen, Ihn, Rammelfangen und Gisingen in der Zeit von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr zu Sperrungen. (09:04)

Priorität: Normal

22°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
22°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Vom Kneipensport zum TV-Event: Der kometenhafte Aufstieg von Darts

Foto: Pixabay/CC0

Foto: Pixabay/CC0

Vor Jahren wurde Darts noch als Freakshow oder klassisches Kneipenspiel bezeichnet. Heute entsprechen derartige Bezeichnungen jedoch nicht mehr Realität - Darts ist endgültig zu einer renommierten Sportart geworden. Auch die Behauptung, Darts würde nur biertrinkende Männer begeistern, ist falsch. Einer der bekanntesten Darts-Fans ist Prinz Harry. Der Enkel der Queen ist immer wieder vor Ort, wenn große Partien bevorstehen. Doch was waren die Gründe für den kometenhaften Aufstieg?

Ein Rückblick auf die letzten Jahre

Michael van Gerwen, der absolute Topfavorit und Sieger der Darts WM 2014, lieferte sich gegen Altmeister Raymond von Barneveld ein legendäres Achtelfinale, das im ausverkaufen Alexandra Palace („Ally Pally“) in London stattfand. Das Niveau vom ersten bis zum siebten Satz? Extrem hoch. Der Routinier Raymond von Barneveld triumphierte am Ende mit 4:3 - der große Turnierfavorit schied aus. Noch heute sind sich Darts-Fans, Beobachter und auch Sportexperten einig: Das Spiel war nicht nur der absolute Höhepunkt der Darts WM 2016, sondern auch gleichzeitig der Durchbruch der bislang eher belächelten Sportart. Gary Anderson, ein Schotte, gewann am Ende die WM in 2016, der auch schon im Jahr 2015 den Titel holen konnte. Michael van Gerwen, der Turnierfavorit der WM 2016, durfte sich erst 2017 über den zweiten Gewinn der Trophäe freuen.

Warum die einst noch belächelte Sportart jetzt die Massen begeistert

Seit der Darts WM 2016 ist klar, dass die Sportart sehr wohl funktioniert. In den Niederlanden und in Großbritannien ist Darts bereits extrem populär und in der Gesellschaft verankert - nun haben auch die Belgier und die Deutschen ihre Liebe zu der außergewöhnlichen Sportart entdeckt. Schlussendlich ist Darts nicht nur ein großartiger Zeitvertreib - es ist nämlich Drama und auch Party. Vor allem dann, wenn die Akteure vor der Scheibe stehen, sich zu 100 Prozent auf den Wurf konzentrieren und dann eine unglaubliche Serie an gelungenen Würfen hinlegen. Während bei Fußballpartien oftmals die Luft raus ist und man sich fragt, wann der Schiedsrichter endlich abpfeift, gibt es bei Darts keinen Spannungsabfall. Jede Partie bleibt - von der ersten Minute bis zur letzten Sekunde - spannend. Das spürt man auch im Publikum - vor der Bühne herrscht immer eine ausgelassene Partystimmung. Die Zuseher jubeln, applaudieren und fiebern mit. Die Darts WM 2016 hat gezeigt, dass Darts durchaus extreme Emotionen auslösen kann. Ein weiterer Unterschied zu Fußball? Die Fans fallen durch Fairness und Sachverstand auf. Die sportlichen Leistungen der Akteure werden nämlich allesamt gewürdigt - hier spielt die Nationalität nämlich überhaupt keine Rolle. Treffen die Bayern auf Dortmund und Lewandowski gelingt ein unglaubliches Tor, so jubeln nur die Münchner - kein Dortmund-Fan würde auf die Idee kommen, dem Bayern-Stürmer für seine Leistung zuzujubeln. Bei Darts ist das anders - so wird sogar ein Holländer von den Deutschen bejubelt, wenn er eine hervorragende Leistung abliefern konnte. Ein weiterer Aspekt, der mitunter auch der Grund dafür ist, warum Darts funktioniert? Das Spiel ist leicht nachvollziehbar. Schon jeder hat einmal in einer Kneipe oder in einem Keller ein paar Pfeile auf die Scheibe geworfen.

Jeder hat schon einmal Darts gespielt

Darts mag zwar erst im Jahr 2016 der endgültige Durchbruch gelungen sein, doch schon heute - rund zwei Jahre nach der legendären WM in London - ist klar, dass der Sport immer mehr Menschen begeistert. Auch zahlreiche Fernsehsender sind bereits auf den Zug aufgesprungen, sodass man auch vom Sofa aus den Akteuren zusehen kann, wie sie auf höchstem Niveau ihre Pfeile in Richtung Scheibe werfen.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein