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Welche Versicherungen benötigen Berufsanfänger wirklich?

Foto: Frank Mckenna/unplash

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Informieren, abwägen, vergleichen

Versicherungen vermitteln ein vermeintliches Sicherheitsgefühl, im Kleingedruckten finden sich aber meist zahlreiche Einschränkungen. Daher gilt: Vor Vertragsabschluss genau hinschauen! Versichern lässt sich so ziemlich alles – notwendig und sinnvoll ist ein Großteil der Policen nicht. Das gilt insbesondere für junge Erwachsene, die Versicherungen sollten sie in erster Linie vor existenziellen Risiken schützen. Also genau prüfen, ob sich beispielsweise die Handy-Versicherung wirklich rechnet. Ein solcher Check zeigt oft, dass die Versicherung überflüssig ist.

Obwohl junge Auszubildende noch am Anfang ihrer beruflichen Karriere stehen, sollten sie sich bereits mit den Themen Absicherung und Zukunftsplanung auseinandersetzen. Für Berufseinsteiger bietet sich derzeit ein günstiger Fondsparplan mit sogenannten ETFs eher an als eine klassische private Altersvorsorge. Wer frühzeitig mit dem Fondssparen beginnt, profitiert später vom sogenannten Zinseszinseffekt, auch wenn er monatlich nur eine relativ geringe Summe investiert hat.

Informieren können sich Berufsanfänger in Sachen Versicherung und Altersvorsorge bei Online-Vergleichsportalen und bei spezialisierten Finanzdienstleistern wie tecis.

Notwendige Versicherungen für Berufsanfänger

Kleines Missgeschick mit dramatischen Folgen – davor schützt die Privathaftpflichtversicherung. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Kfz-Haftpflicht, die vom Versicherten im Straßenverkehr verursachte Schäden abdeckt. Die private Haftpflicht kostet ab 50 Euro im Jahr, deckt Sach- und Personenschäden in Millionenhöhe ab und ist für jeden ein Muss. Tipp: Vorher unbedingt die Familienpolice der Eltern prüfen. Bei der ersten beruflichen Ausbildung ist der Azubi in der Familienhaftpflicht mitversichert.

Die Krankenversicherung ist ein Teil der Sozialversicherung und gesetzlich vorgeschrieben – seit 2009 gilt die allgemeine Krankenversicherungspflicht. Auch für Berufsanfänger, während Studenten bis zum 25. Lebensjahr noch den Schutz der Familienversicherung genießen. Die eine Hälfte der Beiträge für Arbeitslosen-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherung übernimmt der Arbeitgeber, die andere wird vom Bruttolohn des Azubis abgezogen. Es sei denn, der Monatsverdienst beträgt weniger als 325 Euro, dann übernimmt der Arbeitgeber komplett. Auszubildende müssen innerhalb von 14 Tagen nach Ausbildungsbeginn eine Krankenversicherung angeben. Das kann die Krankenkasse der Familienversicherung sein oder eine frei gewählte mit günstigen Konditionen.

Empfehlenswert: Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Über eine mögliche Berufsunfähigkeit machen sich junge Leute in der Regel keine Gedanken, Experten raten aber dazu. Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) sichert den Fall ab, dass der Versicherte aufgrund von Krankheit, Unfall oder psychischen Problemen seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann. Dann greift zwar die gesetzliche Erwerbsminderungsrente – doch die reicht selten aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Die Stiftung Warentest empfiehlt: „Um den Schutz gegen Berufsunfähigkeit sollte sich jeder möglichst früh kümmern. Wer noch jung und körperlich topfit ist, bekommt nämlich die günstigsten Angebote.“ Azubis und Studierende, so ein weiterer Rat der Experten, „sollten darauf achten, das ihr Vertrag auch während ihrer Ausbildungs- und Studienzeit bereits den Zielberuf als Maßstab für Berufsunfähigkeit nimmt“.

Kann noch warten: Die Hausratsversicherung

Wer noch bei seinen Eltern wohnt, im teilmöblierten WG-Zimmer oder in der ersten spartanisch eingerichteten Singlewohnung, benötigt vorerst keine Hausratversicherung. Sie deckt unter anderem Schäden durch Einbruch und Wasser ab, ersetzt Wertsachen, Möbel und Kleidung.

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