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Abgeordnete loben Sterbebegleitung im Saarland

Abgeordnete sitzen im Plenarsaal des Landtags des Saarlandes. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Abgeordnete sitzen im Plenarsaal des Landtags des Saarlandes. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die Abgeordneten des saarländischen Landtags haben das bestehende System der Hospiz- und Palliativversorgung in ihrem Bundesland gelobt. Das Saarland nehme in diesem Bereich eine führende Position ein, heißt es in einer Entschließung, die am Mittwoch von den Fraktion von CDU, SPD und Linken einstimmig verabschiedet wurde. Die Palliativmedizin bemüht sich, die Schmerzen todkranker Patienten möglichst gering zu halten.

In den vier stationären Hospizen werde «ganz hervorragende Arbeit geleistet», sagte Hermann-Josef Scharf (CDU). Auch das ambulante System mit 40 hauptamtlichen und 500 ehrenamtlichen Mitarbeitern habe sich bewährt. Ebenso wie Scharf dankten auch andere Abgeordnete den Beteiligten für deren Arbeit. «Wir haben aber immer noch Menschen, die mit großen Schmerzen sterben müssen», sagte er. Dies sei eine Herausforderung an die Weiterbildung von Ärzten und Pflegern: «Jene, die sich intensiv damit beschäftigen, wissen, wie man Menschen schmerzfrei hält.»

Astrid Schramm (Linke) beklagte einen «steigenden ökonomischen Druck auf die Krankenhäuser». Gelegentlich sei «würdevolles Sterben aus Kosten in Frage gestellt»: «Gesundheit darf nicht weiter zu einem Markt verkommen, auf dem die Profite mehr zählen als die Menschen.» Die SPD-Abgeordnete Pia Döring formulierte: «Tod gehört zum Leben, auch wenn wir uns nicht gerne damit auseinandersetzen.»

Mit dem Satz «Dies ist wieder mal ein Wahlpropaganda-Antrag» sorgte der AfD-Fraktionsvorsitzende Josef Dörr für Entrüstung im Parlament. Im Blick auf die Kommunalwahl vom 26. Mai sagte er, an einem «solchen Spielchen» voller Eigenlob nehme seine Fraktion nicht teil. «Ich finde das erbärmlich, das zeigt wieder mal, wes Geistes Kind Sie sind», sagte Scharf und wies den Vorwurf der Propaganda zurück. Dagmar Ensch-Engel (Linke) zeigte sich «sehr betroffen»: «Das war das Allerletzte.»

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