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Arbeitslosigkeit im Saarland leicht gestiegen

Ein Schild in der Form eines Stoppschildes mit der Aufschrift «Jobs». Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Ein Schild in der Form eines Stoppschildes mit der Aufschrift «Jobs». Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Saarbrücken (dpa/lrs) - Unter dem Eindruck der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen im Saarland im Juni leicht gestiegen. Ohne einen Job waren 40 400 Menschen, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Saarbrücken mitteilte. Das sind 0,7 Prozent mehr als im Mai. Im Vergleich zum Juni 2019 ist die Erwerbslosigkeit um 25,0 Prozent gestiegen.

Die Arbeitslosenquote kletterte auf 7,6 Prozent. Im Mai waren es 7,5 Prozent und vor einem Jahr 6,0 Prozent. «Unverändert steht der saarländische Arbeitsmarkt unter dem Einfluss von Corona», erklärte der Geschäftsführer Interner Service der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Walter Hüther. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit habe sich im Juni allerdings verringert. Positiv sei zu werten, dass die Unternehmen wieder etwas mehr Stellen meldeten. Dies sei ein Anfang, aber noch keine Entwarnung.

Der Arbeitsagentur waren im Mai 6900 offene Arbeitsstellen bei saarländischen Unternehmen gemeldet. Das waren 28,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

«Der Weg aus dem Konjunkturtal wird angesichts der anhaltenden Bedrohung durch das Coronavirus länger werden, als wir uns das wünschen», erklärte am Mittwoch der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland, Heino Klingen. Positiv sei, dass über die Kurzarbeit zahlreiche Unternehmen ihre Mitarbeiter in Beschäftigung halten könnten. Das erkläre auch, warum das Beschäftigungsniveau mit 388 000 noch vergleichsweise hoch sei.

Seit Beginn der Corona-Krise haben 11 300 Betriebe Kurzarbeit angezeigt, für insgesamt 153 700 Beschäftigte. Davon sind vor allem die Automobilbranche, die Metallerzeugung und -bearbeitung, der Maschinenbau sowie Einzelhandel und Gastronomie betroffen. Für den Monat März liegen nun erste Hochrechnungen vor, inwieweit die Anträge auf Kurzarbeit auch umgesetzt wurden: Dies waren 4900 Betriebe für 118 000 Beschäftigte. Die Zahl der Kurzarbeitanzeigen im Saarland wurde im März mit rund 5000 angegeben.

Deutlich höher als vor einem Jahr ist auch die Unterbeschäftigung - dazu gehören kurzfristig arbeitsunfähige Menschen, etwa wegen Krankheit, sowie alle, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen - etwa zur beruflichen Eingliederung oder zur Weiterbildung. Diese Zahl lag im Juni bei 53 100. Das waren 10,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der jungen Menschen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, ist mit 1900 um 7,3 Prozent höher als im Juni vergangenen Jahres. 2700 Ausbildungsstellen warten nach Angaben der Arbeitsagentur noch auf die passende Bewerberin oder den passenden Bewerber. Dies sind 6,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

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