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Bischof präsentiert nach Roter Karte neue Reformpläne

Ein Kreuz ist auf einer Kirchturmspitze zu sehen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Ein Kreuz ist auf einer Kirchturmspitze zu sehen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Trier/Rom (dpa/lrs) - Nach der Roten Karte des Vatikans für das Synoden-Gesetz zu den Reformen im Bistum Trier hat Bischof Stephan Ackermann neue Pläne vorgelegt. Seine Diözese werde sich künftig in Pfarreien und sogenannte Pastorale Räume gliedern, teilte der katholische Oberhirte am Freitag in Trier mit. Die Pfarrer und die pfarrlichen Gremien sollen laut dem Bistum während maximal vier Jahre auf Fusionen von Pfarreien hinarbeiten - bevorzugt jeweils in den Gebieten der schon bestehenden 172 Pfarreiengemeinschaften. In den fusionierten Pfarreien blieben der rechtliche Status von Pfarrer und pfarrlichen Organen bestehen. «Gleichwohl streben wir auf allen Ebenen eine stärkere kollegiale Leitung an», ergänzte Ackermann.

Für eine wirksamere Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien werden laut dem Bistum «35 Pastorale Räume errichtet, die nach und nach die 32 bestehenden Dekanate ersetzen. Diese Räume entsprechen in ihrem Zuschnitt den ursprünglich geplanten «Pfarreien der Zukunft».» Sie erhielten eine vom Bischof eingesetzte und beauftragte Leitung, um die pastoralen Entscheidungen der Diözesansynode und die Zusammenarbeit bei der Verwaltung der Pfarreien voranzubringen.

Nach der Intervention der Kleruskongregation des Vatikans nach Protesten von Gläubigen in Rom war im Bistum Trier unter anderem die ursprünglich geplante Pfarreienreform gestoppt worden. Diese sah vor, die derzeit 887 Pfarreien in den 172 Pfarreiengemeinschaften aufzulösen, um dann 35 neue Großpfarreien zu gründen. Dieser Schritt war den Entscheidern in Rom zu groß, daher verfolgte das Bistum Trier anschließend nach eigenen Worten «eine behutsamere Entwicklung».

Ackermann sprach am Freitag von einem gescheiterten ursprünglichen Masterplan. Zusammen mit anderen Verantwortlichen habe er unterschätzt, wie sehr die traditionellen Strukturen der Pfarrei und das pfarrliche Leben mit Gefühlen und Erinnerungen verbunden seien. Die Strukturdiskussionen hätten auch zu Fragen zu unterschiedlichen inhaltlichen Auffassungen geführt: über das Kirchen- und Priesterbild, das Bild der Getauften, die Möglichkeiten der Mitwirkung und die Verantwortung der Gläubigen.

Die ursprünglich geplanten Reformen hatten auf einem Reformpaket beruht, das eine 280-köpfige Synode in Trier 2016 beschlossen hatte. Das Bistum Trier zählt gut 1,3 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Synode Bistum Trier 2013 - 2016

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