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Bürgermeister: Oppenheimer wählen wohl im Juni Nachfolger

Marcus Held. Foto: Andreas Arnold/Archiv

Marcus Held. Foto: Andreas Arnold/Archiv

Oppenheim/Mainz (dpa/lrs) - Rund 5900 Oppenheimer werden voraussichtlich am 3. Juni den Nachfolger von Bürgermeister Marcus Held (SPD) wählen, der unter dem Druck massiver Untreue-Vorwürfe seinen Rücktritt erklärt hat. Der amtierende Verwaltungschef Helmut Krethe werde dem Stadtrat diesen Wahltermin vorschlagen, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Die SPD Rheinland-Pfalz begrüßte die Entscheidung Helds.

«Marcus Held hat mit seinem Rücktritt von den kommunalen Ämtern in Oppenheim eine richtige Entscheidung getroffen», erklärte Generalsekretär Daniel Stich am Donnerstag in Mainz. Kommunalpolitik funktioniere nur mit dem Vertrauen der Menschen vor Ort. «Die Entwicklungen der vergangenen Tage und Wochen haben dieses Vertrauen schwer beschädigt.» Die SPD erwarte, dass Held zur restlosen Aufklärung aller Vorwürfe beitrage, sobald er wieder gesund sei. «Auch in der Frage, ob eine weitere Arbeit als Bundestagsabgeordneter dann noch möglich ist, muss er sich erklären.»

Nach dem Rücktritt Helds muss spätestens am 3. Juni ein Nachfolger gewählt werden. Die Verwaltung der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, zu der Oppenheim gehört, empfahl nach Angaben des Stadtsprechers, diese Frist auszuschöpfen, um genügend Zeit für die umfangreichen Vorbereitungen zu haben. Offiziell festgelegt wird der Wahltermin von der Verwaltung des Kreises Mainz-Bingen, auf Vorschlag der Stadt. Bei einem Wahltermin 3. Juni könnten bis zum 26. April Kandidaten benannt werden.

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