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Damwild im Kreis Neuwied gerissen: Wolf im Verdacht

Ein Wolf in einem Wildpark. Foto: Alexander Heinl/Archiv

Ein Wolf in einem Wildpark. Foto: Alexander Heinl/Archiv

Leutesdorf (dpa/lrs) - In einem Damwildgehege in Leutesdorf (Kreis Neuwied) ist ein Tier womöglich Opfer eines Wolfes geworden. Das tragende Muttertier wurde in der Nacht auf Samstag bei lebendigem Leib ausgeweidet, wie der Besitzer des Wildgeheges, Jörg Gerlich, am Montag mitteilte. Auch weise das gerissene Tier die für den Wolf typischen Bissspuren auf. Ein weiteres Damwild verschwand offenbar in Panik über den Zaun. Zuvor hatte die «Rhein-Zeitung» darüber berichtet.

Die zuständige Stiftung Natur und Umwelt entnahm nach eigener Aussage genetisches Material bei der Bissspur des Kadavers. Die Antwort auf die Frage, ob tatsächlich ein Wolf das Tier gerissen hat, solle in drei bis vier Wochen vorliegen, sagte ein Sprecher der Stiftung der Deutschen Presse-Agentur.

Damit Rheinland-Pfalz auf den Umgang mit Wölfen vorbereitet ist, wurde 2015 ein «Managementplan» beschlossen. Bei einem gesicherten Nachweis werden vom Land Ausgleichszahlungen für die gerissenen Tiere gezahlt. 2012 war im Westerwald erstmals seit mehr als 100 Jahren wieder ein Wolf nachgewiesen worden. Er wurde später illegal erschossen. 2015 wurde an einem gerissenen Reh in der Südwestpfalz die Genspur eines Wolfes entdeckt. 2016 gab es gleich drei solcher Nachweise für einen Wolf sowie einen Fotonachweis im Raum Westerwald.

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