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Deutlich mehr Saarländer als Rheinland-Pfälzer in Hartz-IV

Ein Stempel mit der Aufschrift

Ein Stempel mit der Aufschrift "Hartz IV" hängt an einem Stempelträger. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Saarbrücken/Mainz/Berlin (dpa/lrs) - Bei der Bedeutung von Hartz IV für Arbeitslose in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede - auch zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Im Saarland wurden im vergangenen Jahr mehr als zwei Drittel der Erwerbslosen (70,1 Prozent) im Hartz-IV-System betreut und erhielten damit Grundsicherung. In Rheinland-Pfalz waren es mit 60,3 Prozent fast zehn Prozent weniger.

Der Bundesschnitt liegt bei 66,2 Prozent. Weniger als ein Drittel (29,9 Prozent) der Arbeitslosen wurde im Saarland von den Agenturen für Arbeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung betreut und bekam damit Arbeitslosengeld I. In Rheinland-Pfalz waren es 39,7 Prozent. Auf eine entsprechende Statistik der Bundesagentur für Arbeit machte die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann aufmerksam.

Regional gibt es der Studie zufolge große Unterschiede: Den niedrigsten Anteil von Erwerbslosen im Hartz-System hatten Bayern mit 47,7 und Baden-Württemberg mit 54,8 Prozent, den höchsten hatte Bremen mit 78,1 Prozent. In Ostdeutschland insgesamt waren 70,6 Prozent der Arbeitslosen im Hartz-System, im Westen 64,8 Prozent.

Zimmermann forderte, die Hürden beim Zugang zum Arbeitslosengeld I zu senken. Dafür verlange sie die Ausdehnung der sogenannten Rahmenfrist von derzeit 24 Monaten auf 36 Monate. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld solle bereits nach vier Monaten Beitragszeit entstehen.

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