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Dreyer fordert Konsequenzen für Umgang mit Facebook-Daten

Malu Dreyer (SPD). Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Malu Dreyer (SPD). Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Mainz (dpa/lrs) - Nach dem Skandal um den Missbrauch von Facebook-Daten hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer den US-Konzern zu Konsequenzen aufgefordert. «Der Entschuldigung müssen nun auch Taten folgen», sagte Dreyer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte sich für die Verwertung der Daten durch die Firma Cambridge Analytica entschuldigt und in einem CNN-Interview erklärt: «Das war ein grober Vertrauensbruch und es tut mir sehr leid, dass das passiert ist.» Facebook werde den Schutz der Nutzerdaten stärken.

Dreyer zeigte sich besorgt, «mit welchen Methoden hier offenbar versucht wurde, Meinungen und Stimmungen gezielt zu beeinflussen». Cambridge Analytica soll Daten analysiert und Profile erstellt haben, um im US-Präsidentschaftswahlkampf gezielt Wähler für Donald Trump zu beeinflussen. Soziale Netzwerke seien ein zentraler Ort für den persönlichen und politischen Meinungsaustausch und die Meinungsbildung, sagte Dreyer. «Das macht die hier verwendeten Daten besonders sensibel.» Die Vorwürfe müssten jetzt gründlich und umfassend aufgeklärt werden. Der Vorfall zeige, «dass wir unsere europäischen Werte selbstbewusst und selbstbestimmt verteidigen müssen.» Ein Schutz dafür sei die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU.

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