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Ehemaliger Homburger OB wegen Betrugs und Untreue angeklagt

Eine Statue der Justitia. Foto: David Ebener/Archiv

Eine Statue der Justitia. Foto: David Ebener/Archiv

Homburg/Saarbrücken (dpa/lrs) - Nach der Untreue-Anklage gegen den amtierenden Oberbürgermeister des saarländischen Homburg ist nun auch Anklage gegen seinen Amtsvorgänger erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken wirft dem ehemaligen Stadtoberhaupt Betrug und Untreue in insgesamt sechs Fällen vor, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Mitangeklagt ist ein Homburger Bauunternehmer wegen Betrugs in vier Fällen.

Der CDU-Politiker soll sich unter anderem von einer gemeinnützigen kommunalen Beschäftigungsgesellschaft den Ausbau eines Trampelpfades zu einem seiner Grundstücke in Homburg-Kirrberg bezahlt haben lassen. Ein weiteres seiner Anwesen in dem Stadtteil soll 2014 umgebaut und renoviert worden sein, und zwar von dem mitangeklagten Bauunternehmer. Einen Teil der Kosten - knapp 16 000 Euro - stellte der Unternehmer der Stadt über Scheinrechnungen in Rechnung.

Vorgeworfen wird dem Ex-OB zudem, mit städtischem Geld eine Musikanlage für seine Band «Madhouse» gekauft zu haben, für die er als Schlagzeuger aktiv war. Kurz vor Ende seiner Amtszeit im Herbst 2014 sollen etwa Mikrofone, Boxen, Kabel und ein Digitalmixer im Wert von knapp 12 500 Euro erworben worden sein. Laut Staatsanwaltschaft bestreiten der Politiker und der Unternehmer die Vorwürfe.

Unabhängig davon war vor kurzem Homburgs amtierender OB Rüdiger Schneidewind (SPD) wegen Untreue in Höhe von rund 100 000 Euro angeklagt worden. Er soll Mitarbeiter des städtischen Bauhofs von Privatdetektiven überwacht haben lassen, ohne den Stadtrat zu informieren. Darüber hinaus laufen noch Ermittlungen gegen Bürgermeister Klaus Roth (CDU). Er steht im Verdacht, einen Auftrag der Stadt zur EDV-Verkabelung im Rathaus Homburg in Höhe von rund 35 000 Euro zum Schein vergeben zu haben, um sich selbst zu bereichern.

Mitteilung der Staatsanwaltschaft

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