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Ehemann gibt in Mordprozess zu: Frau mit Axt erschlagen

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal des Landgerichts. Foto: Uli Deck/Archiv

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal des Landgerichts. Foto: Uli Deck/Archiv

Saarbrücken (dpa/lrs) - Ein Mann hat gestanden, seine im Bett schlafende Ehefrau mit einer Axt getötet zu haben. Der 40 Jahre alte Angeklagte gab am Mittwoch zum Auftakt des Mordprozesses vor dem Landgericht Saarbrücken an, unter Wahnvorstellungen gelitten zu haben.

Laut Anklage war der Tod der 34-Jährigen «durch die nahezu vollständige Enthauptung» verursacht worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seine Frau im Mai 2018 in Saarbrücken heimtückisch umgebracht zu haben. Sie habe keine Chance gehabt, sich zu verteidigen. Als Motiv sollen Streitigkeiten und Eifersucht eine Rolle gespielt haben.

Im Laufe der Verhandlung soll auch geklärt werden, ob eine psychische Erkrankung des Angeklagten bei der Tat eine Rolle spielte. Nach Hinweisen auf eine solche Erkrankung befindet sich der Mann seit dem Tattag in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik.

Die fünf gemeinsamen Kinder des Paares, die sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls zuhause aufhielten, bemerkten die Tat offenbar nicht. Nach ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft soll der Deutsche nach der Tat seinen Vater angerufen und diesen beauftragt haben, die Polizei zu alarmieren. Er selbst habe parallel das Dienstgebäude der Polizeiinspektion Saarbrücken-Brebach aufgesucht, das allerdings zu dieser Zeit außerhalb der Dienstzeiten nicht besetzt war. Deshalb rief er den Ermittlungen zufolge von dort aus die Polizei an und ließ sich kurz daraufhin festnehmen.

Bislang sind noch drei weitere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte am 28. November fallen.

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