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Fahrgäste sitzen stundenlang in liegengebliebenem ICE fest

Auf einer Anzeigentafel wird auf eine Oberleitungsstörung hingewiesen. Foto: Silas Stein/Archiv

Auf einer Anzeigentafel wird auf eine Oberleitungsstörung hingewiesen. Foto: Silas Stein/Archiv

Worms (dpa) - Rund 700 Passagiere eines ICE haben bei Worms einen mehrstündigen Zwangsstopp eingelegt. Weil der defekte Stromabnehmer des Zuges die Oberleitung beschädigt habe, sei der ICE am Montagabend gegen 19.20 Uhr in der Nähe des Rheins auf einer sogenannten Vorlandbrücke liegengeblieben, sagte eine Bahnsprecherin am Dienstag. Knapp vier Stunden später - um 23.10 Uhr - war die Evakuierung des Zuges abgeschlossen, und die Reise ging mit einem Ersatzzug weiter. «Das Besondere war, dass sich der ICE auf einer Brücke befand, das machte das Ganze ein bisschen schwieriger», sagte die Sprecherin.

Über Steigleitern waren die Passagiere in den anderen Zug geklettert, der direkt neben dem liegengebliebenen ICE 613 gehalten hatte. Auf diese Weise liefen Evakuierungen ab, sagte die Sprecherin, die auf den Höhenunterschied zwischen dem Waggon-Einstieg und dem Gleis hinwies. «Das ist ein guter Meter, den muss man erstmal überwinden.» Über die spektakuläre Aktion, die nach Angaben der Sprecherin ohne Probleme ablief, hatte zuvor der Radiosender Hit Radio FFH berichtet.

Der liegengebliebene Schnellzug wurde abgeschleppt und die Oberleitung repariert. Er war ursprünglich von Dortmund nach München unterwegs - der Ersatzzug brachte die Reisenden dann auch bis in die bayerische Landeshauptstadt. Der Zugverkehr am Dienstag lief laut Bahn ohne Einschränkungen.

© WhatsBroadcast
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