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Firmenpleiten gegen den Trend gestiegen

Mainz/Saarbrücken (dpa/lrs) - Die Zahl der Firmenpleiten in Rheinland-Pfalz und im Saarland ist im laufenden Jahr entgegen dem bundesweiten Trend gestiegen. In Rheinland-Pfalz traten im ersten Halbjahr 2018 nach Schätzungen von Creditreform 400 Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter an. Das wären nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei vom Mittwoch 14,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für das Saarland kommt Creditreform auf 130 Fälle - ein Plus von 8,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Die Düsseldorfer Experten rieten dazu, diese Zahlen nicht über zu bewerten: Verzerrungen könnten etwa dadurch entstehen, dass Fälle von Amtsgerichten mit Verspätung an die Statistischen Landesämter gemeldet würden. Aussagekräftiger sei die Insolvenzquote: Hier liegt Rheinland-Pfalz mit 52 (1. Halbjahr 2017: 44) Fällen je 10 000 Unternehmen weiterhin unterhalb des Bundesschnitts von 61 (63). Das Saarland allerdings liegt mit 75 (80) Fällen darüber.

Bundesweit zählte Creditreform im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 9900 Firmenpleiten - ein Rückgang um 3,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die Schäden für die Gläubiger lagen mit 15,5 Milliarden Euro allerdings höher als vor einem Jahr (13 Mrd Euro). Auch die Zahl der Jobverluste zog merklich auf 120 000 (101 000) an - unter anderem, weil Firmen schon vor Beantragung der Insolvenz Personal abbauten und weil auch Zulieferer betroffen waren.

Im Jahr 2017 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 20 093 Fällen auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 gesunken.

Pressemitteilungen Creditreform

Creditreform zu Insolvenzen 2017

Creditreform zu Insolvenzen im 1. Halbjahr 2017

Statistisches Bundesamt zu Insolvenzen im Gesamtjahr 2017

Statistisches Bundesamt zu Insolvenzen 1. Quartal 2018

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