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Flackus fordert Neuaufstellung beim Landessportverband

Jochen Flackus. Foto: Oliver Dietze/ Archiv

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Saarbrücken (dpa/lrs) - Die Linke im saarländischen Landtag fordert in der Finanzaffäre um den krisengeschüttelten Landessportverband (LSVS) einen Austausch der Führungsriege. «Ein Neuanfang ist ohne eine komplette personelle Neuaufstellung nicht möglich», teilte der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Jochen Flackus, am Montag in Saarbrücken mit. «Das gesamte Präsidium und der gesamte Vorstand müssen ihre Posten räumen, um weiteren Schaden vom Saar-Sport abzuwenden.» Die Mitgliederversammlung mit Neuwahl der Führungspositionen solle daher nicht weiter hinausgezögert werden.

Flackus, stellvertretender Vorsitzender eines entsprechenden Untersuchungsausschusses, bemängelte die bisherige Aufklärungsarbeit. «Es ist erstaunlich, wie so viele Gutachter und Berater in dieser Zeit so wenig Handfestes zustande bringen können. Keine einzige belastbare Zahl, kein wirklicher Fortschritt», sagte er.

Der Landtag hat am 21. März einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der das System der Sportförderung, mögliche parteipolitische Einflussnahme, die Transparenz der Mittelvergabe und die Kontrolle der Ausgaben ins Visier nehmen soll. Das Gremium werde in den nächsten Wochen seine Arbeit aufnehmen, hieß es aus dem Landtag.

Der LSVS soll über Jahre hinweg mehr Geld ausgegeben als eingenommen haben. Das zuständige Innenministerium geht von einem jährlichen strukturellen Defizit von zwei Millionen Euro aus. Die Affäre führte im Februar zum Rücktritt von Landtagspräsident Klaus Meiser (CDU), der auch Präsident des LSVS ist. Gegen ihn und alle anderen LSVS-Präsidiumsmitglieder ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue und Vorteilsgewährung.

Mitglieder des Ausschusses

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