A620 Birkenfeld Richtung Grenzübergang Saarlouis Ausfahrt Wallerfangen Unfallaufnahme, Gefahr, gesperrt (06:39)

A620

Priorität: Dringend

20°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
20°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Flüchtlinge sollen nicht mehr nach Pirmasens ziehen

Pirmasenser Oberbürgermeister, Bernhard Matheis. Foto: Andreas Arnold/Archiv

Pirmasenser Oberbürgermeister, Bernhard Matheis. Foto: Andreas Arnold/Archiv

Mainz (dpa/lrs) - Auf den erhöhten Zuzug von Flüchtlingen nach Pirmasens soll mit einer Sonderregelung reagiert werden. Es seien die Weichen gestellt worden, um eine Zuzugssperre für anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Geschützte auf den Weg zu bringen, teilte das Integrationsministerium am Mittwoch nach einem Treffen mit den kommunalen Spitzenverbänden mit. Das Land reagiere damit auf signifikante Wanderungsbewegungen, die Pirmasens vor wirtschaftliche und integrationspolitische Probleme gestellt hätten.

Wohl vor allem wegen der niedrigen Mieten hat sich die Zahl der anerkannten Flüchtlinge in Pirmasens im Lauf des vergangenen Jahres nahezu verdoppelt. Die Zugänge beliefen sich auf 678; davon kamen 565 aus anderen Gemeinden nach Pirmasens. Insgesamt leben in Pirmasens zurzeit 1309 Flüchtlinge, unter ihnen 235 zugewiesene Asylsuchende, die ihren Aufenthaltsort nicht frei wählen können. Hauptherkunftsländer sind Syrien, Afghanistan und Somalia. In Pirmasens leben rund 42 000 Menschen.

Der Pirmasenser Oberbürgermeister Bernhard Matheis (CDU) hat die Einführung der Wohnsitzauflage gefordert, so dass Menschen mit anerkanntem Asylstatus ihren Wohnort nicht mehr frei wählen können. Matheis ist auch Vorsitzender des Städtetags Rheinland-Pfalz. Die Stadt teilte am Mittwoch mit: «Pirmasens erkämpft Zuzugssperre für anerkannte Asylbewerber.»

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein