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Foodwatch fordert «Signal» von Verbraucherschutzministern

Der Geschäftsführer von Foodwatch Deutschland, Martin Rücker. Foto: Peter Kneffel/Archiv

Der Geschäftsführer von Foodwatch Deutschland, Martin Rücker. Foto: Peter Kneffel/Archiv

Saarbrücken (dpa) - Im Kampf gegen Übergewicht und Fehlernährung fordert die Verbraucherorganisation Foodwatch dringend Maßnahmen auch gegen die Lebensmittelwirtschaft. Dazu gehörten eine Herstellerabgabe für zuckergesüßte Getränke und Werbeeinschränkungen für ungesunde Lebensmittel, sagte der Geschäftsführer von Foodwatch, Martin Rücker, der Deutschen Presse-Agentur. Von den Verbraucherschutzministern, die bis Freitag in Saarbrücken tagen, müsse ein «Signal» ausgehen: «Das Signal, das verstanden wurde, freiwillige Maßnahmen helfen nichts. Die Maxime muss jetzt heißen: handeln statt kuschen.»

Seit 15 Jahren gebe es auf verschiedenen politischen Ebenen Gespräche darüber, was gegen Fettleibigkeit und Folgeerkrankungen getan werden könne. «Und seit 15 Jahren ist eigentlich nichts passiert», sagte Rücker. Notwendig sei jetzt «ein Bündel» an Maßnahmen: Dazu zähle auch die Einführung einer sogenannten Lebensmittel-Ampel, die je nach Gehalt an Zucker, Fetten und Salz «verbindlich» Produkte mit den Farben Rot, Gelb und Grün gekennzeichnet. «Wir erwarten, dass das jetzt voran geht, auch unter dem Druck der Länder», sagte Rücker.

Saarlands Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD), der die Konferenz seiner Ressortkollegen aus Bund und Ländern derzeit leitet, hat das Thema Werbung auf die Agenda gesetzt. Gerade bei ungesunden Lebensmitteln für Kinder und Jugendliche müsse es «Haltelinien» geben, sagte er. Eine Möglichkeit könne ein gesetzliches Verbot von an Kinder gerichteter Werbung für Dickmacher & Co sein. Er hoffe, dass die Minister am Freitag einen Beschluss zur Eindämmung von «Lockwerbung» für Kinder auf den Weg bringen.

Bundesverfassungsgericht zu amtlicher Information über Verstöße gegen lebensmittel- und futtermittelrechtliche Vorschriften

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