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Fünfeinhalb Jahre Haft für Wormser Bankräuber

Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv

Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv

Mainz/Worms (dpa/lrs) - Nach einem Banküberfall mit Spielzeugpistole in Worms muss ein Mann wegen schweren Raubes für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Das entschied das Landgericht Mainz am Donnerstag. Der 37 Jahre alte Angeklagte hatte vor Gericht gestanden, dass er im Oktober 2017 mit einer Plastikpistole in eine Bankfiliale gestürmt war und fast 2500 Euro erbeutet hatte. Der Vorsitzende Richter Reinhold Koch sagte, der Mann habe sich «aufrichtig und mit Empathie» bei den bis heute traumatisierten jungen Bankangestellten entschuldigt.

Der 37-Jährige kommt in eine Entzugsklinik, weil der Überfall nach Ansicht des Gerichts auf Drogensucht zurückgeht. Grund soll Geldnot gewesen sein, um sich Drogen zu kaufen. Ein Sachverständiger sagte, der Mann habe bei der Tat zwar nicht unter Drogen gestanden, als er mit Maske und Waffenattrappe in die Bank ging. Er sei aber an dem Morgen auf der Suche nach einem Dealer für die Kräutermischung Spice gewesen.

Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft und die Unterbringung in einer Entzugsklinik gefordert. Sie sah in der Drogensucht keinen Grund für ein milderes Urteil. Der Verteidiger hoffte, dass sein Mandant direkt zur Suchttherapie in eine Klinik kommen kann. Der 37-Jährige nahm das Urteil an, während sich der Staatsanwalt zunächst noch nicht dazu äußerte.

Der Angeklagte hatte sein Zuhause als Kind verlassen und war mit 13 Jahren in Berührung mit Drogen gekommen. Zuletzt habe er pro Tag mindestens zehn Gramm Kräutermischung geraucht, sagte der Mann. Am Morgen der Tat seien ihm die Drogen ausgegangen.

Der Bankräuber wurde kurz nach der Tat gefasst: Er hatte sich im Hinausgehen aus der Bank ohne Maske gezeigt und einen Freund mit zwei Scheinen zum Kauf von Drogen beauftragt. Die Scheine waren allerdings registriert - und der Freund geriet in eine Kontrolle.

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