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Gegen Langzeitarbeitslosigkeit: Saarland plant Gipfel

Anke Rehlinger (SPD), Arbeitsministerin im Saarland. Foto: Harald Tittel/Archiv

Anke Rehlinger (SPD), Arbeitsministerin im Saarland. Foto: Harald Tittel/Archiv

Saarbrücken (dpa/lrs) - Das Saarland will Modellregion zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit werden und dazu zu einem Beschäftigungs-Gipfel einladen. Das kündigte Arbeitsministerin Anke Rehlinger (SPD) am Dienstag in Saarbrücken an. «Es geht darum, nicht nur Forderungen zu formulieren, sondern konkret zu verabreden, was die nächsten konkreten Schritte sind», sagte sie. Zu den Teilnehmern sollen unter anderem Jobcenter, kommunale Spitzenverbände, DGB, Arbeitskammer, Kirche und Beschäftigungsinitiativen zählen.

Neue Hoffnungen, ein bereits fertiges saarländisches Konzept in die Tat umsetzen zu können, sah Rehlinger nach einem Gespräch mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Im Saarland sind von rund 33 000 Betroffenen ein Drittel länger als zwei Jahre arbeitslos. Ziel müsse es sein, diese Menschen nicht nur besser zu qualifizieren, sondern sie auch in einem geschützteren Raum an die Arbeit heranzuführen, individuelles Coaching zu betreiben und Familienbezüge mit einzubeziehen.

Der geplante saarländische Beschäftigungspakt soll zudem eine Erprobung des «Passiv-Aktiv-Transfers» einschließen, den es bisher nicht für ein komplettes Bundesland gebe. Dazu werden Gelder, die die Arbeitslosen erhalten - etwa für Unterkunft und Heizung - genutzt, um sie in eine Bezuschussung aktiver Arbeitsverhältnisse umzuwandeln.

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